Der Gesang der Bienen
 - Ralf H. Dorweiler - eBook

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

8,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
479 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-6147-6
Ersterscheinung: 28.02.2019

Der Gesang der Bienen

Historischer Roman

(61)

Vom Schwarzwald an den Hof Barbarossas – ein Abenteuerroman aus einer Zeit, in der die Bienen noch wild waren

1152: Als Zeidler streift Seyfried durch die Wälder und erntet Honig und Wachs von wilden Bienen. Doch sein beschauliches Leben findet ein jähes Ende, als seine Frau Elsbeth zum Tode verurteilt wird. Um sie zu retten, bleibt Seyfried nur ein Ausweg: Er muss die Fürsprache der berühmten Hildegard von Bingen erlangen. Während Elsbeth im dunklen Verlies dem Tod entgegensieht, knüpft die Äbtissin ihre Hilfe allerdings an schier unerfüllbare Bedingungen, die Seyfried bis zum neu gekrönten König Friedrich I. führen ...

Rezensionen aus der Lesejury (61)

Eliza Eliza

Veröffentlicht am 17.11.2019

Hildegard und die Bienen

Ralf H. Dorweiler hat wieder einen historischen Roman geschrieben, der den Titel verdient und durchaus große Beachtung verdient. Das Cover hebt sich sehr wohltuend von dem „Einheitsbrei“ der historischen ... …mehr

Ralf H. Dorweiler hat wieder einen historischen Roman geschrieben, der den Titel verdient und durchaus große Beachtung verdient. Das Cover hebt sich sehr wohltuend von dem „Einheitsbrei“ der historischen Cover und zieht so das Augenmerk auf sich. Es steht keine Person im Vordergrund, wie auch schon bei den anderen Covern des Autors, wobei der Fokus auf die Handlung bzw. auf den Beruf der Hauptperson gelegt wird. Der Klappentext bietet einen sehr guten Einblick in den Roman, auch wenn er schon relativ viel bzgl. des Hauptstrangs verrät, so hat der Roman aber noch mehrere Nebenstränge, die nicht verraten werden und somit den Roman sehr spannend machen. Es geht neben den Bienen und der Zeidlerei auch um Heilkunde, um das Klosterleben sowie die Familie, Liebe, aber auch Rache, Eifersucht und Neid. Eine nicht unerhebliche Rolle spielen auch die Kinder von Seyfried und Elsbeth, Jasper, Lisse und vor allen Dingen Anna, die älteste Tochter von dem Zeidler-Ehepaar. Aber auch die Novizin Adelheid spielt eine nicht unbedeutende Rolle an der Seite der mächtigen Hildegard von Bingen.
Der Roman wird chronologisch in mehreren Handlungssträngen, sowie aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dies ermöglicht dem Leser einen sehr tiefen Einblick in das Seelenleben, sowie die Gedanken der handelnden Figuren. Zudem erlebt der Roman durch diese angewendete Technik auch eine Lebendigkeit. Das Gesamtbild setzt sich somit im Roman immer mehr zusammen. Jedem Kapitel ist ein passendes Zitat vorangestellt, welches den Roman bereichert. Man erfährt in der Story sehr viel über die Arbeit mit den Bienen, aber auch über das Klosterleben, sowie das Zusammenleben der Menschen in dieser Zeit. Für mich war der Roman zu jeder Zeit nachvollziehbar und damit sehr gut recherchiert und erklärend. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, die vielen Dialoge halten den Roman lebendig.
Ein Personenverzeichnis sowie Karten runden den guten Gesamteindruck des Romans ab und ermöglichen es dem Leser sich zu jeder Zeit ein umfassendes Bild machen zu können.
Ich kann diesen Roman nur allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gerne fundierte historische Romane lesen, denn hier gibt es keine historische „Kulisse“, sondern hier hat die Zeit maßgeblichen Einfluss auf die handelnden Figuren, was natürlich auch durch die historischen Figuren verstärkt wird. Zwar mag dieser Roman in großen Teilen fiktiv sein, dennoch ist nicht auszuschließen, dass beispielsweise Hildegard von Bingen so gehandelt haben könnte.
Ich bedanke mich sehr bei der Verlagsgruppe Lübbe für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars, sowie Ralf H. Dorweiler für die gelungene Unterhaltung und spannende Lesestunden.
Eine klare Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen und solchen, die es noch werden wollen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

roxfour roxfour

Veröffentlicht am 05.10.2019

Gelungeneer historischer Roman

Auf dieses Buch bin ich während der Suche nach neuem Lesefutter gekommen, weil es vor ein paar Wochen in diesem Forum im Rahmen einer Leserunde oder Buchverlosung angeboten wurde.

Die Kapitel beginnen ... …mehr

Auf dieses Buch bin ich während der Suche nach neuem Lesefutter gekommen, weil es vor ein paar Wochen in diesem Forum im Rahmen einer Leserunde oder Buchverlosung angeboten wurde.

Die Kapitel beginnen mit Zitaten, die mich meist berührt oder nachdenklich gemacht haben. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben - mir persönlich gefällt das gut, da es Abwechslung reinbringt.

Im Mittelpunkt steht die Familie des Zeidlers Seyfried, die aufgrund des Ränkespiels eines Ritters in die Fänge der Kirche gerät. Um seine Frau vor dem Todesurteil der Kirche zu retten, begibt sich Seyfried auf den Weg zu Hildegard von Bingen (welche mich in diesem Buch von allen Personen am meisten beeindruckt hat, mit all ihren Ecken und Kanten). Obwohl das Ende des Buches grundsätzlich vorhersehbar war, hat die Geschichte einige interessante Wendungen aufzuweisen.

Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und abwechslungsreich, ich konnte in die Story super eintauchen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die historische Recherche gut war - von der Zeidlerei bis zum Leben im Allgemeinen.

Für mich kam das Ende des Buches viel zu schnell, ich hatte es nach zwei Tagen intensivem Lesens leider schon fertig.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Viv29 Viv29

Veröffentlicht am 01.09.2019

Eintauchen ins Mittelalter - spannend und unterhaltsam

"Der Gesang der Bienen" hat mich von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen und diese Wirkung hat nie nachgelassen. Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen.

Wir sind im Jahr 1152, ... …mehr

"Der Gesang der Bienen" hat mich von der ersten Seite an in die Geschichte hineingezogen und diese Wirkung hat nie nachgelassen. Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen.

Wir sind im Jahr 1152, als der Stauferkönig Friedrich, später bekannt als Barbarossa, seine Regierungszeit gerade begonnen hat. Seine Zeitgenossin Hildegard von Bingen steht auch noch am Anfang eines neues Projektes: der Bau ihrer neuen Abtei bei Bingen ist in vollem Gange und durch das Fehlen finanzieller Mittel beeinträchtigt. Diese beiden sind einige der historischen Charaktere, denen wir im Buch begegnen, Hauptpersonen sind aber der Zeidler Seyfried und seine Familie, denen großes Unrecht geschieht und die sich in den Klauen der Willkür und des Aberglaubens finden.

Das Leben dieser Familie zu Beginn des Buches ist farbig, mit guten Details geschildert. Man sieht das gemütliche Zeidlerhaus an seinem idyllischen Waldflecken direkt vor sich. Gerade Seyfried ist ein sehr echt wirkender Charakter - ein von der Herkunft her einfacher Mann (woran man ihn im standesbewußten Mittelalter auch stets erinnert) mit großer Lebensklugheit und einem erfreulichen Selbstbewußtsein. Seine Frau Elsbeth lernen wir hauptsächlich im ersten Teil des Buches kennen und auch sie fand ich hervorragend beschrieben. Auch die latente Bedrohung, der sie als heilkundige, des Lesens fähige Frau, stets unterliegt, wird uns schnell und gut dargebracht. Überhaupt sind historische Fakten, Lebensumstände und Gedankenwelt jener Zeit hervorragend eingebunden. Sie werden Teil der Geschichte, sind nie lehrbuchartig dargebracht. Die historische Genauigkeit ist, soweit ich das beurteilen kann, gegeben. Hier ersteht die frühe Stauferzeit, das Kloster- und Burgleben wundervoll wieder auf.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, recht einfach, er fiel mir weder angenehm noch unangenehm auf. Die wörtliche Rede ist manchmal der Zeit nicht angemessen, einige Sätze ließen mich den Kopf schütteln, weil sie sich eher nach 21. Jahrhundert als 12. Jahrhundert anhörten.

Der Spannungsbogen ist gut gestaltet, nur ganz vereinzelt gibt es ein paar Szenen, die sich etwas zu sehr in die Länge zogen. Seyfried hat vierzehn Tage Zeit, die drohende Hinrichtung seiner Frau abzuwehren, indem er ein entsprechendes Schreiben von Hildegard von Bingen einholt. Die noch verbleibenden Tage werden uns über jedem Kapitel angegeben, man merkt also, wie die Zeit drängt und natürlich geht die Reise Seyfrieds aus dem Schwarzwald nach Bingen nicht komplikationslos vor sich. Hildegard fand ich hier übrigens größtenteils ziemlich arrogant und recht unchristlich - eine interessante Abwechslung zu ihrer sonstigen Darstellung. Einige ihrer Entscheidungen fand ich nicht nachvollziehbar und schienen eher davon motiviert, weitere Spannung aufzubauen. Es gab Momente, in denen ich dachte "Ja, jetzt ist es langsam gut."

Der zweite Handlungsstrang neben Seyfrieds Reise sind die Nöte insbesondere seiner Tochter, die auf Burg Staufen als Geisel gehalten wird und ebenfalls viel zu fürchten hat. Auch dies ist teilweise sehr aufregend und ich las die Geschehnisse gebannt - schön waren hier auch die o.e. guten Einblicke in das Burgleben. Mit Seyfried und Hildegard besuchen wir dann sogar eine Kaiserpfalz und König Friedrich selbst. Ich habe mich sehr gefreut, daß er hier einen, wenn auch kurzen, "Auftritt" hatte. Auch hier wird der historische Hintergrund der Staufer-Welfen Fehde, der Rolle Friedrichs als Bindeglied und die vorsichtige Politik des Ausgleiches, die er betreiben mußte, gekonnt eingebunden und gut erzählt.

Zwischendurch und gerade zum Ende hin benutzt der Autor das "Rettung in letzter Minute"-Werkzeug für meinen Geschmack etwas zu oft. Das wirkt dann ein wenig unglaubwürdig, ein wenig vorhersehbar und nicht sehr kunstvoll. Insgesamt ist "Der Gesang der Bienen" aber ein gelungener historischer Roman, in dem historische und fiktive Charaktere gleichermaßen Kontur gewinnen und in den man richtig schön eintauchen kann.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Virgiliaf Virgiliaf

Veröffentlicht am 18.08.2019

Der Gesang der Bienen

Vorrangig erfährt man hier sehr viel Neues und Interessantes über die Bienen, verpackt in eine spannende Geschichte über Seyfried den Imker, damals Zeidler genannt. Seine Frau Elsbeth eine Heilerin wird ... …mehr

Vorrangig erfährt man hier sehr viel Neues und Interessantes über die Bienen, verpackt in eine spannende Geschichte über Seyfried den Imker, damals Zeidler genannt. Seine Frau Elsbeth eine Heilerin wird zum Tode verurteilt, da sie angeblich das Leben eines jungen schwangeren Mädchens verschuldet hätte. Seyfried macht sich auf den langen und abenteurlichen Weg zum Kloster von Hildgard von Bingen die auch damals schon eine große Heilerin war. Durch ihre Fürbitte soll Seyfrieds Frau freigesprochen werden. Er hat dafür nur eine kurze Zeitspanne, das zu erreichen bevor das Todesurteil vollstreckt wird. Er tut alle für seine Frau und musste dazu auch noch seine Kinder in der Obhut des Klostern lassen, wo auch Elsbeth im Kerker sitzt. Auch die Kinder haben es nicht leicht dort. Anna die älteste Tocher von Seyfried wird sogar von dem Ritter dessen Kind starb, belästigt. Hier wurde sehr gut über das fasziniernde Leben der Bienen in der Natur recherchiert und wie wichtig Bienen besonders für das Übeleben der Menschheit sind.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

siko71 siko71

Veröffentlicht am 06.08.2019

Der Zeidler und Hildegard von Bingen

1152: Elsbeth wird zu Tode veruteilt. Ihrem Mann Seyfried bleibt nur eine Möglichkeit ihr Leben zu retten, er begibt sich zm Koster von Hildegard von Bingen. Aber dieses ist für ihn auch kein leichtes ... …mehr

1152: Elsbeth wird zu Tode veruteilt. Ihrem Mann Seyfried bleibt nur eine Möglichkeit ihr Leben zu retten, er begibt sich zm Koster von Hildegard von Bingen. Aber dieses ist für ihn auch kein leichtes Unterfagen. Die Abtissin hat weiter Aufgaben für ihn. Seyfried soll einen neuen Bienenstamm beim Kloster gründen, Adeleyd zum Abt begleiten und Hildegard später noch zu Kaiser Friedrich, dabei sitzt ihm die Zeit im Nacken. Derweil steht seine Tochter Anna under dem Scheffel von Theobald, der will ihr nichts Gutes...

Ein sehr schöner historischer Roman, der über das Bienensterben, Hildegard von Bindgen und der Hexerei berichtet. Mir hat das Buch und vorallem der Schreisbtil, welcher sehr gefällig ist, sehr gut gefallen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Ralf H. Dorweiler

Ralf H. Dorweiler - Autor
© Daniela Bianca Gierok

Ralf H. Dorweiler wurde 1973 in der Nähe der Loreley geboren. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln zog es ihn in den Südschwarzwald. Dort arbeitete er als Redakteur für eine große Tageszeitung und schrieb parallel Romane. Erfolgreich wurde er mit einer Reihe mit sieben Kriminalromanen und einem außergewöhnlichen Reiseführer. 2017 wechselte er ins historische Fach; seither begeistert er auch in diesem Genre seine Leser. Mittlerweile widmet er sich …

Mehr erfahren
Alle Verlage