Die Schwestern aus der Steeple Street
 - Donna Douglas - eBook

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4,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Saga
495 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7200-7
Ersterscheinung: 29.04.2019

Die Schwestern aus der Steeple Street

Ein neuer Anfang
Roman
Band 1 der Reihe "Steeple Street"

(12)

Yorkshire, 1925. Als ein folgenschwerer Fehler ihre Träume jäh platzen lässt, verschlägt es die ehrgeizige junge Krankenschwester Agnes Sheridan von London nach Leeds. Sie soll sich fortan um die Patienten in Quarry Hill kümmern, einem Ort, wo die Menschen in bitterster Armut leben.  Doch es erweist sich als schwierig, ihr Vertrauen zu gewinnen, denn die Einwohner von Quarry Hill begegnen der hübschen jungen Frau mit Argwohn. Sie scheinen zu ahnen, dass Agnes etwas zu verbergen hat ...

Rezensionen aus der Lesejury (12)

ThePassionOfBooks ThePassionOfBooks

Veröffentlicht am 04.10.2019

Die Schwestern aus der Steeple Street - Ein neuer Anfang

Donna Douglas mausert sich langsam zu einer meiner liebsten Autorinnen und daher musste ich natürlich auch direkt diesen Reihenauftakt lesen, als ich ihn entdeckt habe. Die Geschichte hat mich während ... …mehr

Donna Douglas mausert sich langsam zu einer meiner liebsten Autorinnen und daher musste ich natürlich auch direkt diesen Reihenauftakt lesen, als ich ihn entdeckt habe. Die Geschichte hat mich während dem Lesen ein wenig an die Serie "Call the Midwife" erinnert und ich habe jede einzelne Seite in mich aufgesogen!

Agnes Sheridan wurde in dem renommierten Nightingale Hospital zur Krankenschwester ausgebildet und tritt nun ihre neue Ausbildung zur Gemeindeschwester in Quarry Hill an. Gegensätzlicher könnte diese beiden Arbeitsplätze wohl kaum voneinander sein und so sieht sich Agnes mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert. Aber auch die Einwohner betrachten die Neue eher mit Skepsis. Durch einige Rückblenden erfährt man zudem nach und nach mehr über die Vergangenheit von Agnes Sheridan und dem angespannten Verhältnis zu ihrer Familie.

In einem sehr einnehmenden Schreibstil beschreibt Donna Douglas Agnes' Stellenantritt und ihre erste Zeit bei den Gemeindeschwestern. Die vorhandenen Figuren sind allesamt detailliert und liebevoll gezeichnet und ihre Motive und Überzeugungen werden glaubhaft dargestellt. Besonders Polly und Bess haben mir gut gefallen.

Es hat mich total erschüttert als man die Lebensumstände der Menschen in Quarry Hill mehr und mehr kennenlernt. Wie man so leben kann ist mir unbegreiflich und heutzutage kann das wohl kaum jemand nachempfinden. Dabei wird auch deutlich wie wichtig die Gemeindeschwestern für die Einwohner waren. Es gab kein Geld für Ärzte, Krankenhäuser oder teure Medizin. Bei all der Armut und Hoffnungslosigkeit, waren die Gemeindeschwestern die einzige Hilfe, die diesen Menschen zuteil wurde.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Hope23506 Hope23506

Veröffentlicht am 28.06.2019

Voller Emotionen und schwerer Schicksale


INHALT:
Yorkshire 1925: Die gelernte Krankenschwester Agnes ist stolz, im berühmten Nightingale Krankenhaus in London gelernt zu haben. Doch durch einen folgeschweren Fehler muss sie London verlassen ... …mehr


INHALT:
Yorkshire 1925: Die gelernte Krankenschwester Agnes ist stolz, im berühmten Nightingale Krankenhaus in London gelernt zu haben. Doch durch einen folgeschweren Fehler muss sie London verlassen und geht nun nach Leeds, um dort als Gemeindeschwester zu arbeiten. Ausgerechnet im ärmsten Stadtteil wird sie eingesetzt und muss sich auch bald mit den Vorurteilen der Bewohner auseinandersetzten. Sie erkennt, dass es sehr schwierig sein wird, ihr Vertrauen zu gewinnen uns akzeptiert zu werden. Es wäre fast so, als ahnten die Leute, dass Agnes ein schreckliches Geheimnis verbirgt.
MEINE MEINUNG:
In ihrem neuen Buch knüpft Donna Douglas thematisch an ihre Nightingale Reihe an. Wieder haben wir hier das Thema Krankenschwester, nur diesmal nicht im Krankenhaus, sondern in einer Stadt und wir begleiten Gemeindeschwestern. Wie auch schon in ihren anderen Bücher habe ich mich hier gleich heimisch gefühlt. Ich konnte sofort Beziehungen zu den Charakteren aufbauen, war in der Geschichte und wieder spricht mich auch die Thematik sehr an. Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und lebendig und das ganze Buch liest sich sehr interessant. Wir erfahren sehr viel aus der pflegerischen Sicht, aber die Autorin vergisst auch nicht die Patienten. Wie bekommen Einblicke in ihr Leben und ihren Kampf um Gesundheit. Dieser Wechsel bringt viel Schwung und Abwechslung in die Geschichte, sie wird dadurch lebendig und auch authentisch und vor allem sehr emotional. Die Probleme dieser Zeit und die unterschiedlichen Schicksale der Menschen werden hier dem Leser ungeschönt vor Augen geführt. Ich fand es interessant und lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite.
FAZIT:
Emotionen, Schicksale, Hoffnung. Mich konnte auch dieses Buch der Autorun begeistern und ich habe es mit großem Interesse gelesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 12.06.2019

Hervorragend

Die junge Krankenschwester Agnes Sheridan verschlägt es von London nach Leeds. Sie tritt dort eine Stelle als Gemeindeschwester an. Durch ihre Ausbildung am Nightingale-Hospital glaubt sie auf alles vorbereitet ... …mehr

Die junge Krankenschwester Agnes Sheridan verschlägt es von London nach Leeds. Sie tritt dort eine Stelle als Gemeindeschwester an. Durch ihre Ausbildung am Nightingale-Hospital glaubt sie auf alles vorbereitet zu sein, doch sie muß sehr schnell feststellen, daß sie hier an ihre Grenzen stößt. Das Elend und der Schmutz trifft sie unvorbereitet und das läßt sie die Leute spüren. Erst nach und nach lernt sie mit den Menschen umzugehen und wird nur schwer von ihnen akzeptiert. Agnes will nicht aufgeben, macht aber so manchen Fehler bis sie begreift: Die Menschen sind arm, aber ihren Stolz und ihre Würde wollen sie sich nicht auch noch nehmen lassen!


Mit ihrem neuen Buch "Die Schwestern aus der Steeple Street" knüpft Donna Douglas an ihre Erfolgsserie um die Nightingale-Schwestern an. Auch optisch sind die Bücher kaum zu unterscheiden. Einerseits ein hoher Erkennungswert, andererseits verwirrend! Man kann dadurch leicht den Überblick verlieren! Allerdings stellt die Autorin in ihrer neuen Serie die sozialen Mißstände in den 1920er Jahren diesmal noch mehr in den Vordergrund. Die Armut und der Schmutz ist hier greifbar und fast unvorstellbar. Das Buch schildert eindrucksvoll, daß hinter jedem Menschen, egal ob arm oder reich, eine Geschichte steckt, die ihn erst zu dem gemacht hat, was er jetzt ist. Erst wenn man die Schicksale der Menschen kennt, kann man sie verstehen. Das gilt auch für die Schwestern, denn sie haben alle schon einiges erlebt und das stellt den Leser zuerst vor ein Rätsel. Nach und nach gibt das Buch aber so manches Geheimnis preis.

Auf jeden Fall ist Donna Douglas wieder ein hervorragendes Buch gelungen, das hoffentlich den Grundstein für eine neue Serie bildet!

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streifi streifi

Veröffentlicht am 06.05.2019

Toller Auftakt einer neuen Serie

Agnes Sheridan kommt nach Leeds um dort eine Ausbildung zur Gemeindeschwester zu machen. Hier ist alles anders als in London, wo sie die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht hatte. Anfangs kommt sie ... …mehr

Agnes Sheridan kommt nach Leeds um dort eine Ausbildung zur Gemeindeschwester zu machen. Hier ist alles anders als in London, wo sie die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht hatte. Anfangs kommt sie mit ihrer Art in ihrem Viertel nicht gut zurecht, ist doch Quarry Hill ein Armenviertel in Leeds.

Die Zusammenarbeit mit ihrer Ausbilderin Bess Bradshaw erweist sich als sehr schwierig, da es Agnes einfach schwer fällt, Empathie für ihre Patienten zu empfinden.

Zusammen mit ihr ist auch Polly mit in der Ausbildung, die Tochter von Bess. Nach dem Tod ihres Mannes versucht sie das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter wieder zu glätten.


Donna Douglas gelingt es die Zustände in Leeds in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Die Beschreibungen der ärmlichen Wohnungen waren so deutlich, dass ich von Anfang an das Kopfkino laufen hatte.

Mir hat es gut gefallen, dass sich die Geschichte nicht nur um Agnes gedreht hat, sondern auch Bess und Polly näher betrachtet wurden. Die Entwicklungen, die die Figuren durchmachen fand ich gut und schlüssig beschrieben.


Da ich auch gerne Call the Midwife schaue, bleibt der Vergleich natürlich nicht aus. Mir hat das Buch von Donna Douglas mindestens genauso gut gefallen wie die Serie, auch wenn diese ja erst nach dem zweiten Weltkrieg spielt.

Die Nightingale-Bücher der Autorin kenne ich noch nicht, aber ich werde diese Serie wohl sicherlich noch lesen.

Alles in allem hatte ich mit diesem Buch ein paar Stunden pures Lesevergnügen und ich freue mich darauf diese neue Serie weiter zu verfolgen.

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Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 05.05.2019

Gemeindeschwestern in Leeds

1925 Leeds. Die Krankenschwester Agnes Sheridan kehrt London nach einem unglücklichen Vorfall den Rücken und startet in Leeds eine Ausbildung zur Gemeindeschwester im Ceadar House. Sowohl die harte Pflegeleiterin ... …mehr

1925 Leeds. Die Krankenschwester Agnes Sheridan kehrt London nach einem unglücklichen Vorfall den Rücken und startet in Leeds eine Ausbildung zur Gemeindeschwester im Ceadar House. Sowohl die harte Pflegeleiterin Bess Bradshaw als auch die Arbeit in den Armenvierteln der Stadt, in denen es an Anerkennung für die Schwester fehlt, stellen Agnes ebenso vor eine Herausforderung wie die Neusortierung ihres eigenen Lebens. Bess‘ Tochter und Agnes Kollegin Polly Malone kann es ihrer Mutter nie recht machen und verzweifelt langsam an deren Ansprüchen. Werden sich sowohl Agnes als auch Polly durchsetzen können und endlich zuversichtlicher durchs Leben gehen?
Donna Douglas hat mit „Die Schwestern aus der Steeple Street“ einen wunderbaren und unterhaltsamen Auftakt ihrer neuen Romanreihe vorgelegt. Der Erzählstil ist flüssig und bildhaft zugleich, der Leser wird direkt in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hineingesogen und verfolgt als unsichtbarer Schatten Agnes‘ Weg nach Leeds und während ihrer harten Ausbildung, wobei deren Gedanken- und Gefühlswelt dem Leser immer offen lag. Mit wechselnden Perspektiven, Rückblenden und der Darstellung von diversen Einzelschicksalen hält die Autorin die Spannung auf gleichbleibend hohem Niveau. In dieser Reihe widmet sich die Autorin dem Thema Gemeindepflege, die ihren Ursprung aus der Zeit Königin Victorias hat und Frauen die Möglichkeit eröffnete, Krankenschwester zu werden sowie häusliche Pflege zu übernehmen, was sich vor allem in den Armenvierteln bewährte, da diese Menschen kein Geld für Krankenhäuser oder Ärzte hatten. Sehr realistisch werden die Lebensumstände und die erbärmlichen Zustände in diesen Vierteln beschrieben, auch die Resignation, Hoffnungslosigkeit und Aggression dieser Menschen überträgt sich gut während der Lektüre, so dass einem oftmals die Gänsehaut über den Rücken läuft. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen spielen in diesem Buch eine große Rolle und sind sehr gut in Szene gesetzt.
Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch ausgearbeitet, mit ihren individuellen Eigenschaften wirken sie glaubwürdig und realitätsnah, was es dem Leser erleichtert, sich in sie hineinzuversetzen, sich ihnen verbunden zu fühlen und erwartungsvoll die Entwicklungen zu beobachten. Agnes ist eine junge Frau, die bereits eine erstklassige Ausbildung in London genossen hat. Auf die Armenviertel in Leeds ist sie nicht vorbereitet, wirkt in ihrer Art oftmals arrogant und wie ein Snob. Deshalb hat sie es schwer, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und von ihnen akzeptiert zu werden. Bess Bradshaw ist eine harte und autoritäre Frau, die keinerlei Fehler duldet und mit aller Schärfe durchgreift. Sie wird zu Recht gefürchtet und der Respekt aller ist ihr sicher. Ihre Tochter Polly ist eine sympathische junge Frau, die um die Anerkennung ihrer Mutter kämpft und immer mehr daran verzweifelt, es ihr nie recht machen zu können. Sie wirkt mehr und mehr verunsichert und eher zurückgezogen. Protagonisten wie Norman, Oliver oder Finn geben der Handlung zusätzlich interessante Impulse und machen die Geschichte zu einem wahren Lesegenuss.
Mit „Die Schwestern aus der Steeple Street“ ist Donna Douglas ein neuer großer Wurf gelungen. Die unterschiedlichen Schicksale sind sehr gelungen inszeniert, die Gemeindearbeit und die Lebensumstände sowie der damalige Zeitgeist sehr gut herausgearbeitet. Wer gern Romane mit historischem Hintergrund liest, wird diesen Roman bestimmt zu schätzen wissen. Absolute Leseempfehlung für eine wunderbare Geschichte!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Donna Douglas

Donna Douglas wuchs in London auf, lebt jedoch inzwischen mit ihrem Ehemann in New York. Ihre Serie um die Schwesternschülerinnen des berühmten Londoner Nightingale Hospitals wurde in England zu einem Überraschungserfolg. Mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren Sie unter www.donnadouglas.co.uk oder auf ihrem Blog unter donnadouglasauthor.wordpress.com.  

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