Die Optimierer
 - Theresa Hannig - eBook

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6,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Science Fiction Romane
304 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3976-5
Ersterscheinung: 29.09.2017

Die Optimierer

Roman

(67)

MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt.
Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.
Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren ... ob er will oder nicht.
Mehr zu Theresa Hannig auf ihrer Homepage: www.theresahannig.de

Rezensionen aus der Lesejury (67)

Kamdra Kamdra

Veröffentlicht am 22.04.2020

Jeder an seinem Platz

Meinung / Fazit :

Samson ist Lebensberater der Befürworter dieses System. Er sammelt Sozialpunkte damit er für sich eine bessere Lebensbedingung schafft. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle verliert ... …mehr

Meinung / Fazit :

Samson ist Lebensberater der Befürworter dieses System. Er sammelt Sozialpunkte damit er für sich eine bessere Lebensbedingung schafft. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle verliert er seine Sozialpunkte.

Was passiert ohne Punkte?



Mich hat das Hörbuch von Anfang bis Ende gefesselt, es ist spannend und man möchte nicht aufhören es zu hören.

Ein sehr guter Einblick in unsere Zukunft (die erschenkend ist), was passieren könnte mit künstlicher Intelligenz.

Wer solche Themen gerne liest, dem kann ich dieses Buch nur Empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Jenny12 Jenny12

Veröffentlicht am 15.04.2020

Spannende Dystopie der nahen Zukunft

Die Optimierer ist eine Dystopie, die in München im Jahr 2052 spielt. Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Bundesrepublik Europa, die sich von dem Rest der Welt abgeschottet ... …mehr

Die Optimierer ist eine Dystopie, die in München im Jahr 2052 spielt. Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Bundesrepublik Europa, die sich von dem Rest der Welt abgeschottet hat. Alles wird vom Staat überwacht und kontrolliert. Jeder an seinen Platz ist das Motto und die Grußformel des Landes.Und genau so wird es umgesetzt. Was nicht für gut befunden wird, wird vom System optimiert.
Traum oder Albtraum?

Eine wirklich fesselnde Idee hat Theresa Hannig in diesem Buch umgesetzt. Der Protagonist Samson Freitag , der als Lebensberater in der Geschichte tätig ist, ist ein Musterbeispiel dafür, was Manipulation aus einem Menschen anrichten kann. Meine Sympathien für ihn hielten sich ehrlich gesagt ziemlich in Grenzen, da in mir die Rebellin geweckt wurde. Dies und der spannende Schreibstil der Autorin ließen die Seiten dur so dahinfliegen und schnell hatte ich das Buch ausgelesen.

Was das Ende betrifft, konnte ich dann doch ziemlich überrascht werden und der Anfang für eine interessante Weiterführung lässt mich mit freudiger Erwartung zurück.

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Squirrel Squirrel

Veröffentlicht am 23.07.2019

Die Jagd nach Sozialpunkten

Samson Freitag ist ein Lebensberater in der Bundesrepublik Europa (BEU). Jeder an seinem Platz, d.h. jeder Bürger bekommt dank eines Lebensberaters den passenden Beruf zugewiesen. Ein Vertrag bindet den ... …mehr

Samson Freitag ist ein Lebensberater in der Bundesrepublik Europa (BEU). Jeder an seinem Platz, d.h. jeder Bürger bekommt dank eines Lebensberaters den passenden Beruf zugewiesen. Ein Vertrag bindet den Bürger 10 Jahre, erst nach Ablauf dieser Frist, kann sich der Bürger der BEU einen anderen Lebensberater wählen und einen anderen Beruf bekommen. Sollte die Lebensberatung schlecht ausgehen, der Bürger in keinen Beruf aufgrund seiner Lebenseinstellung passt, so wird er in die Kontemplation abgestempelt und kann von nun an sein Leben im Nichtstun genießen. Man scheidet aus der Arbeitswelt aus, man kann tun was man will, Hauptsache man geht keiner Beschäftigung nach. Der Staat kümmert sich weiter, man bekommt ein Grundeinkommen.
Sollte man jedoch weiter abrutschen und unterhalb einer bestimmten Grenze an Sozialpunkten fallen, wird man ein Piretist und landet schnell im Internat. Aus diesem Internet kehrt selten jemand zurück in die Normalität.

Es läuft gut für Samson Freitag, er steht kurz vor einer Beförderung, ihm fehlen nur noch wenige Sozialpunkte. Er lebt ganz nach dem Motto, jeder an seinem Platz.

Mit seiner Mutter gibt es allerdings oft Streit, da sie sich für diese schöne neue Welt absolut nicht begeistern kann. Ein weiterer großer Kritikpunkt ist das Fleischverbot, es gibt Synthfleisch. Alles andere ich schlecht für Umwelt, schlecht für den Körper und schlecht für das gesamte Wohlbefinden. Fleischkonsum wird schwer geahndet, man kann im Gefängnis landen. Außerdem verliert man sehr viele Sozialpunkte.

Ein Tag in seinem Berufsleben lässt die Karriere von Samson plötzlich tief rutschen. Eine ehemalige Kundin hat Selbstmord begangen. Von da an geht es steil bergab mit dem sonst so kompetenten Lebensberater.
Ihm bleibt nichts anders übrig, als sich ruhig zu verhalten, um neue Sozialpunkte zu sammeln, damit er sein Leben wieder in den Griff bekommt.

So schön es anfangs auch klingen mag, eine vollständige Überwachung ist für keinen gut.
Die Vorstellung, sich seinen Beruf nicht selber aussuchen zu dürfen, ist erschreckend. Genauso sieht es mit den Sozialpunkten aus. Da flucht man oder beschimpft jemanden und schon verliert man Punkte.
Der Schreibstil gefällt mir sehr, Theresa Hannig hat ein interessantes Debüt geschrieben.
Die Fortsetzung „Die Unvollkommenen“ wartet schon auf mich. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und ob man von den Charakteren aus „Die Optimierer“ weiteres erfährt.


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Tynes Tynes

Veröffentlicht am 01.07.2019

Optimiert?

Also das Thema fand ich echt spannend und auch erschreckend, wenn man mal genauer drüber nachdenkt...
Ich denke, soweit entfernt sind wir wahrscheinlich gar nicht mehr von einer solchen Realität.
Insgesamt ... …mehr

Also das Thema fand ich echt spannend und auch erschreckend, wenn man mal genauer drüber nachdenkt...
Ich denke, soweit entfernt sind wir wahrscheinlich gar nicht mehr von einer solchen Realität.
Insgesamt fand ich es gut geschrieben, der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen.
Von Samson hätte ich mir noch mehr Details gewünscht, welche ihn greifbarer machen.
Die Story hat sich an manchen Stellen leider auch gezogen, weil nicht viel passiert ist.
Dadurch fiel es mir besonders abends im Bett schwer, am Ball zu bleiben.

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Leseigel Leseigel

Veröffentlicht am 19.05.2019

Beklemmende Zukunftsvision

Normalerweise bin ich - Durchschnittsleser - eher skeptisch, wenn ein Buch mit einem Preis ausgezeichnet wird. Bei dieser Lektüre wurde ich eines besseren belehrt. Das Buch hat den preis völlig zu Recht ... …mehr

Normalerweise bin ich - Durchschnittsleser - eher skeptisch, wenn ein Buch mit einem Preis ausgezeichnet wird. Bei dieser Lektüre wurde ich eines besseren belehrt. Das Buch hat den preis völlig zu Recht bekommen.
Die Geschichte spielt im Jahr 2052, also eine nicht allzu weit entfernte Zukunft. Der Staat kümmert sich um sämtliche Belange seiner Bürger. "Jeder an seinen Platz" ist das Ziel. Um dies zu erreichen, wird jeder permanent überwacht bis hinein in die intimsten Details seines Lebens. Samson Freitag ist Lebensberater. Er sorgt dafür, dass jeder Bürger die Aufgabe bekommt, für die er am besten geeignet ist und der Gesellschaft am meisten dient . Samson ist zufrieden. Es geht ihm gut. Er sammelt fleißig Sozialpunkte und stellt das System nicht in Frage. Das ändert sich jedoch ganz plötzlich, als sich eine junge Frau, die er beraten hat, umbringt. Samson verliert auf einen Schlag einen großen Teil seiner Sozialpunkte, die seine soziale Stellung definieren. Es folgt die soziale Ausgrenzung, da jeder im Internet auf seinen Sozialpunktestand aufmerksam gemacht wird, der ihn als Asozialen ausweist. Samson kann sich seinen Absturz nicht erklären. Er reagiert aggressiv auf die ständige Überwachung die Übernahme wichtiger Aufgaben durch Roboter, die man kaum noch von Menschen unterscheiden kann. Als er in ein Umerziehungslager deportiert werden soll, wendet er sich hilfesuchend an eine Widerstandsgruppe.
Die Autorin entwirft das Bild einer Gesellschaft der vollkommenen Überwachung und in der Roboter eine steigende Zahl von Aufgaben übernehmen. Abweichendes verhalten wird zum Wohle der Gemeinschaft sofort und rücksichtslos bestraft. Die Hauptfigur Samson Freitag ist nicht wirklich sympathisch, das er auch während seines sozialen Absturzes das System an sich nicht in Frage stellt.
Was für mich erschreckend war, ist, dass viele der im Roman aufgezeigten Möglichkeiten der Überwachung und Reglementierung , bereits heute in Ansätzen vorhanden sind.
Für mich ist der Roman ein Warn- und Weckruf sensibler mit den eigenen Daten umzugehen und technische Entwicklungen in Hinblick auf eine soziale Gesellschaft zu hinterfragen.

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Autorin

Theresa Hannig

Theresa Hannig - Autor
© Olivier Favre

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman „Die Optimierer“ gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016 und den Seraph 2018 für das Beste Debüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

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