Der Attentäter
 - Ulf Schiewe - eBook

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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
509 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7796-5
Ersterscheinung: 27.11.2019

Der Attentäter

Historischer Thriller

(59)

Juni 1914. Es ist die Woche, die alles entscheidet. Die Woche, in der sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo machen. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver beiwohnen – und sterben. Gavrilo Princip und seine Gefährten haben sich seit Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Doch dem Geheimdienst sind Gerüchte zu Ohren gekommen, und Major Rudolf Markovic tut alles, um den Thronfolger zu retten und eine diplomatische Katastrophe zu vermeiden ...
Ulf Schiewe lässt uns diese entscheidende Woche der europäischen Geschichte hautnah miterleben – packend und extrem spannend.

Rezensionen aus der Lesejury (59)

borrible borrible

Veröffentlicht am 06.02.2020

Präludium einer Katastrophe

Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinand war das Ereignis, das den Ersten Weltkrieg auslöste.
In seinem Roman schildert Ulf Schiewe die letzte Woche vor den tödlichen Schüssen aus ... …mehr

Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinand war das Ereignis, das den Ersten Weltkrieg auslöste.
In seinem Roman schildert Ulf Schiewe die letzte Woche vor den tödlichen Schüssen aus drei Perspektiven: Der von Franz-Ferdinand, der des Attentäters und der des österreichischen Geheimdienstes in Serbien. Gespickt werden die einzelnen Kapitel jeweils mit Zeitungsberichten jener Zeit, welche die allgemeine Stimmung vergegenwärtigen.
Der Ausgang der Ereignisse ist von Beginn an bekannt. Das Leseerlebnis wird dadurch aber keineswegs geschmälert. Im Gegenteil. Durch die verschiedenen Blickwickel gelingt es dem Autoren, dem Leser neue Facetten zu offenbaren, selbst eine neue Perspektive einzunehmen.
Franz-Ferdinand war nicht nur der Thronfolger, er war ebenso ein Familienvater.
Gavril Princep sah sich selbst als Freiheitskämpfer, der seine Heimat gegen eine despotische Besatzungsmacht verteidigt.
Der Geheimdienst versuchte durchweg das Leben des Kronprinzen vor einem Anschlag, der keineswegs unerwartet kam, zu schützen.
In lebendiger Sprache beschwört der Autor jene Woche im Juli 1914 erneut herauf und es gelingt ihm, seinen Leser mitten ins Geschehen zu führen.

Ulf Schiewe schildert die Begebenheiten einer Zeit an der Schwelle zwischen konservativer Tradition und dem endgültigen Schritt in die Moderne.
Auf der einen Seite steht der immer weiter verblassende Glanz alter Zeiten: Da gibt es alte Machtträger, wie das Deutsche Kaiserreich, die Habsburger Monarchie und das Osmanische Reich – sie alle wollen an ihrer alten Würde festhalten. Doch die Zeit ist eine neue – das ist die andere Seite. Es gibt neue Ideen und Strömungen, im politischen und im privaten Leben: Eine neue Vorstellung der Ordnung, neue Möglichkeiten der Technik.
Diese widersprüchliche Atmosphäre fängt der Autor ein ohne sie zu bewerten.
Es ist das Präludium zum „Krieg, den keiner wollte“, wie es viel später in der Rückschau heißen wird. Zweifellos erklang in jener Zeit lautstarkes Säbelrasseln. Auch war der Kriegswille an einigen zentralen Stellen durchaus gegeben. Aber konnte dort, wo Kriegsbegeisterung herrschte, auch das Ausmaß, welches ein solcher Krieg annehmen könnte und würde, erahnt werden? Vielleicht nicht in vollem Ausmaß, doch die Bedenken, etwas Unkontrollierbares zu beschwören, waren gegeben, zeigten sich in einer latenten Kriegsscheu.

Das fatale Ereignis – ein Anschlag auf das Leben des Thronfolgers – wird von verschiedenen Seiten befürchtet, anhand von Hinweisen sogar erahnt.
Während des gesamten Romans drängt sich dem Leser immer wieder die Fragen auf: Hätte das Attentat verhindert werden können? Und: Welchen alternativen Lauf hätte die Geschichte genommen? Oder hätte ein verhindertes Attentat nur einen „Aufschub“ des „Unvermeidlichen“ bedeutet?

Die Geschehnisse, die schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führten, mögen aus heutiger Sicht schon weit in der Vergangenheit liegen. Schiewe vergegenwärtigt sie uns jedoch, sodass sie wieder greifbar werden.
Gerade in der heutigen Zeit kann sein Roman doch sehr nachdenklich stimmen: Die Geschichte, in der verschiedene Strömungen sich gegenseitig falsch beurteilen, sich gegenseitig so lange provozieren, bis schließlich der erste Dominostein fällt, der auch das übrige Gebilde zum Einsturz bringt.
Plötzlich sind es dann nicht mehr die Schilderungen von etwas weit Zurückliegendem, sondern Ereignisse, die sich, in anderem Gewand, wieder und wieder ereignen können.


Ulf Schiewe hat einen eindrucksvollen Roman verfasst, der in jedem Fall lesenswert ist - für historisch Interessierte und auch für solche, die es werden wollen.

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Anschlag auf den Thronfolger und dessen Gemahlin

*"Dabei wird es ein schwerer Gang werden, ein Selbstmordkommando. Gewaltige Überwindung wird es kosten, darüber ist er sich im Klaren! Wer will schon sterben, auch wenn er ohnehin todgeweiht ist?" (Buchauszug)*
_Sarajevo ... …mehr

*"Dabei wird es ein schwerer Gang werden, ein Selbstmordkommando. Gewaltige Überwindung wird es kosten, darüber ist er sich im Klaren! Wer will schon sterben, auch wenn er ohnehin todgeweiht ist?" (Buchauszug)*
_Sarajevo Juni 1914:_
Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie besuchen die Stadt. Es gibt das Gerücht, das Attentäter einen Anschlag auf den Thronfolger planen. Major Rudi Markovic vom Geheimdienst versucht alles, um Näheres zu erfahren, um notfalls das Attentat zu verhindern, damit es zu keiner diplomatischen Katastrophe kommt. Nach dem gelungenen Militärmanöver, möchte der Thronfolger und seine Gattin, mit einem Korso kurz vor der Abreise, noch dem Volk zujubeln. Dabei kommt es zu einem Attentat das Gavrilo Princip und weitere Gefährten angezettelt haben.


*Meine Meinung:
Das düstere Cover mit der blutbesudelten Uniformjacke passt sehr gut zu der historisch belegten Geschichte. Der Schreibstil ist informativ, bestens recherchiert, unterhaltsam und mitunter ein wenig langatmig. Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand war mir vom Geschichtsunterricht schon ein wenig bekannt. Das bei diesem Attentat jedoch auch seine Gattin Sophie, Mutter dreier Kinder ums Leben kam, war mir nicht mehr bewusst. Ulf Schiewe, Autor mehrerer historischer Bücher hat hier durch seine gute Recherche und dem vielen Hintergrundwissen, die letzte Woche vor dem Attentat in einen realistisch, fiktionalen Roman ausgearbeitet. Die fiktive Figur von Major Rudi Markovic mit seinem extravaganten Privatleben wird hier sehr gut hinzugefügt. Ich konnte mir dabei gut vorstellen, dass es genauso geschehen sein könnte. Natürlich wissen die meisten, dass dieses Attentat nicht gut ausgegangen ist und es schlussendlich durch die Ermordung zum 1. Weltkrieg gekommen ist. Trotzdem fiebert man besonders mit der sympathischen, warmherzigen Herzogin Sophie mit. Insbesondere der Verlust der Eltern für ihre Kinder ging mir besonders nahe. Interessant jedoch waren besonders die drei Handlungsstränge zwischen Täter, Opfer und Ermittler, die hier abwechselnd in Erscheinung treten. Dadurch bekam ich zu spüren, warum und mit welcher Wut die Täter dieses Todeskommando überhaupt gemacht haben. Ebenfalls die Opfer die mir sehr viel näher gekommen, als ich es in jeglichem Geschichtsunterricht bisher erfahren hatte. Die cleveren Ermittler die unter Rudi Markovic zwar einen sehr gewieften, cleveren Mann hatten der jedoch leider, nicht gehört wurde. Ob es wohl daran lag, weil er Jude war? Man spürt zudem, wie naiv das Ganze damals ablief, das es zu solch verheerenden Fehlern kam. Heute würde sicher keiner mehr einen solchen Thronfolger unter diesen Bedingungen in einem Korso fahren lassen. Selbst wenn Herzog Franz Ferdinand vom eigenen Volk nicht gerade hochgeschätzt wurde, wirkte er auf mich recht menschlich und nicht unsympathisch. Besonders da er durch seine große Liebe zu Sophie und seinen Kindern hier auf mich viel sympathischer auftritt. Selbst die Täter der Mlada Bosna, die die Geheimorganisation Schwarze Hand angeworben hat und die gerade wegen ihrer Jugend hier ab und an ins Zweifeln kommen, lassen mich milde für sie stimmen. Sie konnten sich sicher nicht vorstellen, was das Ganze für Konsequenzen hatte. Der Epilog am Ende hat mich sehr gefreut, dazu die genaueren Anmerkungen des Autors, die noch sehr informativ waren. Trotz allem hat das Buch mitunter ein paar Längen, die man sicher hätte kürzen können, darum von mir 4 1/2 von 5 Sternen.*

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Veröffentlicht am 29.01.2020

Ein historischer Thriller, der spannend ist, obwohl man das Ende kennt!

,,Den Erzherzog überkommt eine plötzliche Beklemmung, die mit eisiger Faust sein Herz packt. Als rase er wissentlich auf ein unbestimmtes, tragisches Schicksal zu, gegen das er machtlos ist." (S. 322)
,,Der ... …mehr

,,Den Erzherzog überkommt eine plötzliche Beklemmung, die mit eisiger Faust sein Herz packt. Als rase er wissentlich auf ein unbestimmtes, tragisches Schicksal zu, gegen das er machtlos ist." (S. 322)
,,Der Attentäter" von Ulf Schiewe spielt im Jahr 1914, in der entscheidenden Woche vom 22. bis 28. Juni.
Der junge Student Gavrilo arbeitet nur auf ein Ziel hin - den österreichischen Thronfolger zu ermorden und somit seinen Beitrag für die serbische Sache zu leisten. An seiner Seite sind seine gleichgesinnten Freunde Trifko und Nedeljko. Angeleitet werden sie von Mitgliedern der Schwarzen Hand, ohne die es wohl nie zu der Tat gekommen wäre. Mit vielen Perspektivenwechseln schildert der Autor spannungsgeladen ihren gefährlichen Weg über die Grenze bis nach Sarajevo. Ihnen dicht auf den Fersen ist der österreichisch-ungarische Geheimdienst. Zusätzlich bekommt der Leser auch einen sehr authentischen Einblick in das Leben des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand, seiner Frau Sophie und ihren drei Kindern.
Insgesamt ist der Schreibstil des Autors detailgenau und liefert dem Leser alle nötigen Informationen, sodass man auch ohne großartiges Vorwissen den Roman genießen kann. Durch den österreichischen Dialekt in den Perspektiven von Franz und Sophie hat man auch zwischendurch etwas zum Schmunzeln. Der Spannungsaufbau ist durch die fiktive Ermittlungsarbeit der Polizei und des Geheimdienstes sehr gut gelungen.
Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen für alle, die sich für Geschichtsereignisse interessieren oder einfach lesend dazulernen möchten.

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Buecherfresserin49 Buecherfresserin49

Veröffentlicht am 28.01.2020

Geschichtsunterricht mal spannend und sehr anschaulich

Historischer Roman trifft Thriller!
Es ist Juni 1914 als der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand mit seiner Gemahlin Sophie nach Sarajevo reist. Er wohnt einem Militärmanöver bei, während ... …mehr

Historischer Roman trifft Thriller!
Es ist Juni 1914 als der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand mit seiner Gemahlin Sophie nach Sarajevo reist. Er wohnt einem Militärmanöver bei, während seine sympathische Gattin die Herzen der Bewohner gewinnt. Zu dieser Zeit rumort es in den südosteuropäischen Ländern, denn sie wollen sich nicht länger von Österreich-Ungarn bevormunden lassen. Zudem steht der Gedenktag Vidovdan im Gedenken an die Schlacht auf dem Amselfeld Ende des 14. Jahrhunderts unmittelbar bevor. Drei junge Serben machen sich mit dem festen Plan, den Erzherzog zu ermorden, auf eine gefährliche und abenteuerliche Reise nach Sarajevo, den eigenen Tod wohlweislich vor Augen. Ihr Plan ist aufgegangen und zog schließlich den Ersten Weltkrieg nach sich. Doch wie konnte es soweit kommen? Haben die Behörden versagt, obwohl es Gerüchte gab?

Zu Anfang stellte sich mir die Frage, ob es möglich ist, einen historischen Thriller über ein geschichtliches, wohlbekanntes Ereignis spannend und einprägsam zu einem Roman zu verdichten. Meine Bedenken waren, dass das Buch eher langweilig und zu faktenlastig werden könnte. Doch bereits mit dem Prolog hat mich Ulf Schiewe eingefangen und in die Vergangenheit entführt. Der Fokus auf die drei jungen Attentäter und die verschiedenen Sichtweisen der vielen Beteiligten wirft ein ganz besonderes und umfassendes Licht auf diese geschichtsträchtige Woche vor dem Attentat in Sarajevo. So kann also Geschichtsunterricht aussehen, wenn er nicht nur auf kühlen Fakten, Zahlen und Eckdaten aufgebaut ist. Mir gefällt, wie von Anfang an die Atmosphäre eingefangen wird und sich die Lage immer mehr zuspitzt, so dass ich trotz Kenntnis des Endes mitgefiebert habe. Als Leserin hatte ich das Gefühl, dass dieses Attentat leicht hätte verhindert werden können. Doch die Situation war so unübersichtlich und die politischen Gegebenheiten in den slawischen Ländern so verzwickt.
Da ist auf der einen Seite die Sicht der jungen Attentäter Gavril, Nedejlko und Trifko, die aus ihrer Sicht nichts zu verlieren haben und mit einem großen „Knall“ die prekäre Situation im Balkon zum Guten wenden wollen. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Ulf Schiewe die Gefühle, Beweggründe und das Leben der Jugendlichen – denn das sind sie mit 19 Jahren noch – eingefangen. Dann sind da der Erzherzog und seine Frau Sophie, die zutiefst menschlich dargestellte werden und ganz liebevoll miteinander umgehen. Kosenamen inbegriffen!
Ulf Schiewe hat den historischen Stoff mit fiktiven Personen und in Form eines Thrillers trotz des geschichtlich belegten Ausgangs des Attentats sehr spannend aufgearbeitet. Dazu bedurfte es sicherlich jeder Menge Recherche und eines guten Gespürs für die historisch verbürgten und die frei erfundenen Charaktere. Die Charaktere sind ihm dabei so gut gelungen, dass ich mir Major Markovic mit seinen Ermittlungen und Bemühungen um die Sicherheit des Erzherzogs und sein Anrennen gegen Widrigkeiten und sture Vorgesetzte lebhaft vorstellen konnte. Dadurch entspannt auch eine hervorragende Dynamik, die mich durch den spannenden Roman getragen hat und schließlich dem Ende entgegen fiebern ließ. Die kleine Liebesgeschichte am Rande der Ereignisse rundet meiner Meinung nach dieses besondere Geschichtsbuch sehr schön ab.
Wie ich bereits in meinem ersten Leseeindruck geschrieben hatte, finde ich die Verbindung der beiden Genres historischer Roman und Thriller allein schon interessant und meine Hoffnung auf eine sehr spannende und gut ausgearbeitete Geschichte um so ein geschichtsträchtiges und beängstigendes Ereignis wurde voll erfüllt. Ebenfalls gelungen finde ich die Verbindung zwischen Geschichte und Fiktion. Beim Lesen habe ich oft vergessen, dass manche Personen vom Autor erfunden wurden. Die Personenliste am Ende des Buches war stets hilfreich bei der Vielzahl an Personen.

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KatrinL KatrinL

Veröffentlicht am 28.01.2020

Geschichte hautnah

Ulf Schiewe entführt uns in „Der Attentäter“ in den Sommer 1914. Die Handlung spielt innerhalb einer Woche im Juni. In dieser Woche machen sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo. Dort soll Franz ... …mehr

Ulf Schiewe entführt uns in „Der Attentäter“ in den Sommer 1914. Die Handlung spielt innerhalb einer Woche im Juni. In dieser Woche machen sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver beiwohnen - und durch ein Attentat sterben. Gavrilo Princip und seine Gefährten haben sich seit Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Doch dem Geheimdienst sind bereits Gerüchte zu Ohren gekommen, und der ermittelnde Major Rudolf Markovic tut alles, um den Thronfolger zu retten und eine diplomatische Katastrophe zu vermeiden ...
Der Leser darf die geschichtlichen Ereignisse in ihrer Entstehung aus Sicht der unterschiedlichen Beteiligten begleiten. Die Einführung in die Figurenkonstellation und die Motivation ihrer Handlungen nehmen gleichermaßen Raum ein wie die geschichtlichen Hintergründe. Ulf Schiewe ist es gelungen, Geschichte wiederzugeben, die gut recherchiert und so fesselnd wie ein fiktiver Thriller daherkommt.
Er lässt uns diese entscheidende Woche der europäischen Geschichte hautnah miterleben.
Ich habe den Roman erst nur oberflächlich gelesen und mir danach erst den geschichtlichen Hintergrund recherchiert. Andersherum wäre eventuell sinnvoller, aber es tut dem Lesegenuss kein Abbruch.

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