Das Böse in deinen Augen
 - Jenny Blackhurst - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Thriller
431 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-5649-6
Ersterscheinung: 27.04.2018

Das Böse in deinen Augen

Psychothriller
Übersetzt von Sabine Schilasky

(89)

Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?
Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen …
Jenny Blackhurst schreibt Psychologische Spannung mit Gänsehauteffekt.

Rezensionen aus der Lesejury (89)

RomyO1988 RomyO1988

Veröffentlicht am 14.08.2018

"Kinderaugen sind aufrichtig ... oder?"

Cover:
Ein Buchcover, welches bei mir allein schon deswegen auf meinen Zu-Kaufen-Stapel gekommen wäre. Mysteriöse dunkle Blau- und Grüntöne, die ineinander überlaufen. Der Name der Autorin steht im oberen ... …mehr

Cover:
Ein Buchcover, welches bei mir allein schon deswegen auf meinen Zu-Kaufen-Stapel gekommen wäre. Mysteriöse dunkle Blau- und Grüntöne, die ineinander überlaufen. Der Name der Autorin steht im oberen Drittel des Buchcovers. Darunter auf zwei Zeilen in Fettschrift und mit Schimmereffekt abgedruckt ist der Titel. Das lässt einen schon in der Buchhandlung nach dem Buch greifen. Das nächste Hauptaugenmerk liegt auf einem leeren, reich verzierten Vogelkäfig im viktorianischen Stil. Der Käfig ist bis auf ein am Boden befindliches rotes Tuch und ein wunderschön erblühter Rosenkopf leer. Außerhalb des Vogelkäfigs hat sich ein Schachbrettfalter abgesetzt. Er ist verletzt, oder ist es womöglich nicht einmal sein Blut?

Inhalt:
Ellie Atkinson, ein elfjähriges Mädchen in einer kleinen Stadt, in der man hinter ihrem Rücken redet, sie fürchtet ... Angst vor ihr hat. Denn irgendetwas an ihr ist anders.

Ihre Eltern und ihr kleiner Bruder kamen bei einem Hausbrand ums Leben. Einzige Überlebende Ellie Atkinson ... Ihre soziale Betreuerin kündigt überstürzt und verlässt die Stadt.

Während eines Einkaufsbummels mit ihrer Pflegeschwester kommt es zu einer Auseinandersetzung mit Ellies Klassenkameradin. Diese stützt auf die Straße vor ein Auto ...

Nur durch eine Vollbremsung gelingt es dem Ehemann der Kinderpsychologin Imogen Reid ein größeres Unglück zu vermeiden. Dass sie künftig die neue soziale Betreuerin von Ellie ist, stört sie nicht weiter. Sie glaubt den Tuscheleien und den Vorwürfen gegen Ellie nicht ... bis sich auch die Vorfälle bei Imogen häufen. Ellie weiß Dinge, die sie eigentlich nicht wissen kann. Ist Imogen in Gefahr?

Fazit:
Wer bereits die Vorgänger von Jenny Blackhurst gelesen hat weiß, dass die Autorin verschiedenste Fährten legt und den Leser versucht in die Irre zu führen. Dabei schafft sie eine subtile Spannung und ein Unwohlsein beim Lesen.

Ihr dritter Band lässt sich sehr flüssig dank des lebendigen Schreibstils lesen, was die Handlung sehr schnell voran treibt. Zwischenzeitlich hatte ich das Buch aus den Händen gelegt, weil manche Szenen einfach sehr langatmig waren und den Spannungsbogen erheblich senken ließen.

Das Storyboard an sich war ok, es geschah aber auch nichts wirklich unerwartetes. Das Spannungslevel konnte die Autorin leider nicht halten und letztlich wollte ich nur noch wissen, wie das Ende ausgeht, und ob sich meine Vermutungen bestätigten.

Die Protagonisten und die anderen Charakter waren gut durchdacht und fügten sich in das Storyboard ein, dennoch konnte ich bis zuletzt keine richtige Sympathie zu dieser entwickeln.

Von mir gibt es hier deutliche Punktabzüge für den nicht aufkommenden Thrill, die Vorhersehbarkeit sowie den stetig sinkenden Spannungsbogen.

Von mir gibt es 3 BSterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

mrsmeerlancholie mrsmeerlancholie

Veröffentlicht am 12.08.2018

Absoluter Nervenkitzel!

"Als Imogen Reid, Kinderpsychologin, den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt , will sie den Gerüchten über das Mädchen nicht glauben. Ellie sei gefährlich, heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren ... …mehr

"Als Imogen Reid, Kinderpsychologin, den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt , will sie den Gerüchten über das Mädchen nicht glauben. Ellie sei gefährlich, heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht ein verstörtes Mädchen, das Hilfe benötigt, nachdem es ihre Familie bei einem Brand verloren hat. Doch je mehr sie das Vertrauen von Ellie gewinnt, desto seltsamer erscheint sie ihr. Dann ereignet sich ein mysteröser Mordfall und Imogen fürchtet, dass es ein großer Fehler war, Ellie zu vertrauen..."

Zuerst denkt man, "armes Mädchen", dann wiederum "Ist das möglich? Tut sie das wirklich?" und dann "Nein, quatsch.". Dieses Buch ist einfach unglaublich. Die Schreibweise, die Perspektivenwechsel zwischen Imogen und Ellie sind perfekt. Ist das Mädchen wirklich verrückt? Die Authentizität der Figuren finde ich fast gut umgesetzt. Imogen steigert sich etwas zu sehr in die Sache rein, meiner Meinung nach. Ellie hingegen find ich sehr gut. Sie weiß nicht mit der Trauer umzugehen, in ihrer Schule findet sie keinen Anschluss. Kein Wunder, dass sie am Ende auch glaubt, dass sie böse und verrückt sei.
Das Cover finde ich auch sehr schön gestaltet. Der blutende Schmetterling, der Käfig und die Blumen darin. Sehr mystisch.

Fazit: Ich fand die Geschichte seht gut aufgebaut, man kann ihr gut folgen. Der Schreibstil ist flüssig. Man zweifelt selber, was man nun glauben soll. Ich kann "Das Böse in deinen Augen" definitiv empfehlen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Tina2803 Tina2803

Veröffentlicht am 11.08.2018

Großer Lesespaß

Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst.

Inhalt:
Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die ... …mehr

Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst.

Inhalt:
Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen -

Jenny Blackhurst schreibt psychologische Spannung mit Gänsehauteffekt.

Mein Eindruck:

„Ellie fixiert Miss Gilbert mit ihren dunklen Augen und würzt ihre Worte mit jeder Unze Hass, die sie in diesem Moment empfindet: „Meinetwegen beobachten Sie mich ruhig, Miss Gilbert. Aber seien Sie vorsichtig, denn ich habe das Gefühl, dass ich noch sehr viel länger hier sein werde als Sie.“
(Zitat Seite 123)

Für mich ist es das erste Buch der Autorin und sie hat es geschafft, mich mit dem spannenden Prolog für sich und das Buch einzunehmen.

Ellie mochte ich von Anfang an, auch wenn ich mich ein wenig vor ihr gegruselt habe. Sie weckte in mir den Beschützer- und den Mutterinstinkt, so dass ich sie am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätte, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 11-jähriges Mädchen so böse sein kann. Ellie ist eigentlich ein typisches 11-jähriges Mädchen, sie will dazugehören und wünscht sich nichts sehnlicher als ein paar Freundinnen. Sie ist eher der schüchterne Typ und wirkt etwas geheimnisvoll, um nicht zu sagen, unheimlich.

Imogen ist Kinderpsychologin und kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihren Heimatort zurück. Sie übernimmt Ellies Fall und kann nicht verstehen, warum alle, bis auf Mary, auf dem armen Mädchen rumhacken und Ellie so demütigend behandeln und setzt sich daher sehr für Ellie ein.

Durch den angenehm leichten und flüssigen Schreibstil glitt ich locker und leicht durch die Seiten, konnte mich kaum von der Geschichte lösen und tauchte immer mehr in die Abgründe von Ellie und Imogen ein. Durch die bildliche Darstellung hatte ich keine Schwierigkeiten, mir die örtlichen Begebenheiten gut vorzustellen und mir ein Bild von Ellie und Imogen machen zu können.

Die Autorin hat das Buch absolut unvorhersehbar gestaltet, was mir sehr gut gefiel. Auch dass das Buch abwechselnd aus Imogens und Ellis Sicht geschrieben ist, ist ein weiterer Pluspunkt, so konnte ich mich besser in beide hineinfühlen und baute einen besseren Bezug zu ihnen auf.

Meiner Meinung nach hätte das Buch allerdings ein wenig mehr „thrill“ haben können. Das Buch war zwar sehr spannend, keine Frage, aber die typischen „Thrillelemente“ die ein Thriller haben sollte, kamen hier leider ein wenig zu kurz, was ich sehr schade finde. Die Stimmung, die hier eher düster und manchmal unheimlich ist, bringt die Autorin allerdings sehr gut rüber.

Fazit:
Ein spannendes Buch, das mir trotz fehlendem „Thrill“ großen Spaß gemacht hat zu lesen und daher eine Leseempfehlung aussprechen kann.

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MikkaLiest MikkaLiest

Veröffentlicht am 05.08.2018

Letztendlich eine Enttäuschung

Im Umfeld eines kleinen Mädchens passieren merkwürdige, zum Teil schlimme Dinge. Wird sie zunächst nur von Gleichaltrigen ausgegrenzt, breitet sich bald auch unter den Erwachsenen eine absurde Angst vor ... …mehr

Im Umfeld eines kleinen Mädchens passieren merkwürdige, zum Teil schlimme Dinge. Wird sie zunächst nur von Gleichaltrigen ausgegrenzt, breitet sich bald auch unter den Erwachsenen eine absurde Angst vor der 11-jährigen Ellie aus, ihr werden sogar übernatürliche Fähigkeiten unterstellt. Als Leser beginnt man schnell, sich zu fragen: geht der Thriller tatsächlich in eine paranormale Richtung, oder steckt etwas ganz Anderes dahinter?

In diesem Zwiespalt liegt für mich der grundlegende Konflikt des Buches.
Ich fand die Grundidee durchaus originell und spannend, in den ersten Kapiteln habe ich beim Lesen ständig gegrübelt, was für eine rationale Erklärung es für dieses oder jenes geben könnte. Aber meines Erachtens reicht das dann doch nicht, um die Spannung 432 Seiten lang aufrecht zu erhalten – im Mittelteil zog sich das Buch für mich sehr. Der Zyklus wiederholt sich einfach zu oft: Ellie wird ungerecht oder gemein behandelt, es geschieht etwas scheinbar Unerklärliches.

Manchmal fand ich die Andeutungen einfach zu plump, mir erschien der Versuch, eine gruselige Atmosphäre aufzubauen, zu bemüht.

Dazu kam, dass ich mit den Charakteren so meine Probleme hatte. Am Anfang war ich noch recht angetan von den Protagonisten. Im Mittelpunkt stehen neben Ellie vor allem Ellies Pflegeschwester Mary und die Kinderpsychologin Imogen. Beide verteidigen Ellie vehement gegen alle Anschuldigungen, koste es, was es wolle.

Imogen trägt selber eine große Last mit sich herum: sie ist gerade erst zurückgekehrt an den Ort ihrer zutiefst unglücklichen Kindheit, und dazu kommt noch, dass ihr Mann sich ein Kind wünscht, was ihr eine Heidenangst einjagt. Ich konnte viele ihrer Gefühle und Ängste zuerst gut nachvollziehen.

Aber ich fand ihr Verhalten in ihrer Rolle als Psychologin zunehmend unglaubwürdig.
Sie hält sich nicht an Regeln und überschreitet Grenzen, und anscheinend ist sie vollkommen unfähig, eine professionelle Distanz zu ihren kleinen Patienten aufrecht zu erhalten. Sie kauft Ellie Kleidung, geht mit ihr Eis essen, umarmt sie… Dass Ellie sich daraufhin sehr auf sie fixiert und schon davon träumt, von Imogen adopitert zu werden, ist nachvollziehbar – und für Ellie nicht gut.

Nach und nach bekommt man Einblicke in Imogens letzten Fall, wo genau dieser Mangel an Distanz zu einer Katastrophe führte. Sie erschien mir unglaublich unprofessionell.

Ellie selber wird in meinen Augen unstimmig und widersprüchlich beschrieben.
Natürlich soll man bis zum Schluss daran zweifeln, ob Ellie ein unschuldiges Opfer ist oder eine kleine mörderische Intrigantin. In Szenen, die aus der Sicht anderer Charaktere geschildert werden, ist es daher vollkommen nachvollziehbar, wenn Ellie drastisch unterschiedlich wirkt.

Aber in Szenen, die aus Ellies eigener Sicht geschildert werden, fand ich das nicht schlüssig.

Noch ein paar Worte zum Schreibstil:
Jenny Blackhurst schreibt flüssig und anschaulich, nur das Tempo fand ich für einen Thriller manchmal zu schleppend.

Das Ende habe ich tatsächlich kommen sehen – teilweise.
Eigentlich finde ich die Auflösung gelungen, auch wenn ich sie relativ offensichtlich fand. Aber dann wird im Epilog noch etwas angehangen, was das gelungen Ende in meinen Augen fast schon ruiniert… Zu viel, zu aufgesetzt.

FAZIT
Die 11-jährige Ellie, einzige Überlebende des Wohnungsbrandes, der ihre ganze Familie getötet hat, wird von den Menschen in ihrem Ort misstrauisch beäugt – es wird getuschelt, sie habe paranormale Fähigkeiten und sei gefährlich. Ist sie eine kleine Mörderin oder einfach ein zutiefst traumatisiertes, missverstandenes Kind?

Obwohl ich diese Grundidee sehr interessant und spannend fand, ließ meine Begeisterung schnell nach. Im Mittelteil verläuft die Handlung schleppend, die Charaktere konnten mich immer weniger überzeugen, und das Ende wird in meiner Sicht vom Epilog ruiniert.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Niknak Niknak

Veröffentlicht am 03.08.2018

Steckt Ellie hinter allem?

*Inhalt:
(Klappentext)*
Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen ... …mehr

*Inhalt:
(Klappentext)*
Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen.

*Mein Kommentar:*
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Jenny Blackhurst und ich finde ihren Schreibstil toll. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Man ist als Leser sofort ans Buch gefesselt und durch die spannende Sprache und den tollen Spannungsbogen fliegt man einfach so durchs Buch hindurch. Die kurzen Kapitel und die wechselnde Perspektive der Protagonisten aus der die Geschichte erzählt wird, hat sicher das ihre dazu beigetragen.

Schon zu Beginn ist man mitten im Geschehen und die Autorin schafft es sehr gut den Leser an die Geschichte zu fesseln. Durch unerwartete Wendungen und Überraschungen flaut die Spannung nie ab und man weiß nie so genau, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Sogar beim Ende, als alles ziemlich aufgeklärt ist, bleibt noch Potential für eigene Interpretationen. Dennoch hat das Buch für mich ein schlüssiges Ende und ich würde es nicht als offenes Ende bezeichnen.

Die Protagonisten sind sehr detailliert und genau gezeichnet und man kann sich als Leser ein sehr gutes Bild von ihnen machen. Ellie muss sich gegen Anschuldigungen ihrer Klassenkameraden, Freunde und des ganzen Dorfes zur Wehr setzen. Immer wenn sie wütend wird, und Drohungen ausstößt, passiert etwas Schreckliches. Steckt etwas Paranormales dahinter, oder gibt es für alles eine logische Erklärung. Als Leser stellt man sich dieser Frage des Öfteren im Laufe des Buches. Auch durch diesen Umstand wird zusätzliche Spannung erzeugt.

Aber auch die Entwicklung der anderen Protagonisten kann man sehr gut verfolgen. So ist die Psychologin Imogen Reid zuerst davon überzeugt, dass Ellie unschuldig ist. Doch im Laufe des Buches beginnt sie durch gewisse Umstände daran zu zweifeln und man versteht ihren Gewissenskonflikt. Aber auch von ihrer Schuld ist die nicht ganz überzeugt. Wer wissen will, ob Ellie nun schuldig ist oder nicht, muss das Buch selbst lesen und versuchen zu einer Antwort zu gelangen.

Auch Ellie selbst, zweifelt oft an ihren Handlungen und weiß nicht, wie alles zusammenhängt. Auch ihren inneren Konflikt kann man als Leser gut verstehen und fühlt mir ihr mit.
Die Personen sind durch eine tolle Tiefe gezeichnet und wirken richtig lebendig auf den Leser. Es ist ein richtiger Psychothriller, der dem Leser nicht viel Zeit zum Nachdenken gibt, da laufend etwas Spannendes passiert, was die Geschichte wieder in eine andere Richtung lenkt.

*Mein Fazit:*
Ein fesselnder Psychothriller, der den Leser vom Anfang der Geschichte gefangen nimmt und nicht so schnell wieder loslässt. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin, da mir ihr Schreibstil richtig gut gefallen hat.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Autor

Jenny Blackhurst

Jenny Blackhurst - Autor
© Jenny Blackhurst

Jenny Blackhurst lebt in Shropshire, England. Sie ist 29 Jahre alt, verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn. Sie arbeitet als Systemadministratorin für die Feuerwehr, und in ihrer Freizeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman.

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