Das Lächeln der Fortuna/Die Hüter der Rose/Das Spiel der Könige/Der dunkle Thron
 - Rebecca Gablé - PB

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49,00

Bastei Lübbe
Paperback
Historische Romane
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-431-03938-2
Ersterscheinung: 12.11.2015

Das Lächeln der Fortuna/Die Hüter der Rose/Das Spiel der Könige/Der dunkle Thron

Die Waringham Saga Bd 1,2,3 und 4 im Schuber

(6)

Die Geschichte der Familie Waringham über mehrere Generationen, meisterhaft erzählt von der Bestsellerautorin Rebecca Gablé, der "Königin des historischen Romans" (Welt am Sonntag). Eine großartige Familiensaga, Kultserie und Klassiker – und ein umfassendes Geschichtsbild des englischen Mittelalters.

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Rezensionen aus der Lesejury (6)

HappyEndBuecherdeNicole HappyEndBuecherdeNicole

Veröffentlicht am 11.08.2017

Selbst ein Gable’ Roman mit kleinen Mängeln, ist immer noch besser, als so manch anderer Historienschmöker

Während der Regierungszeit Heinrichs VIII. gerät auch Nicholas of Waringhams Vater ins Visier der Mächtigen, denn dieser neigt zu gefährlichen Ansichten in Glaubensfragen. Obwohl Nicholas von Sir Thomas ... …mehr

Während der Regierungszeit Heinrichs VIII. gerät auch Nicholas of Waringhams Vater ins Visier der Mächtigen, denn dieser neigt zu gefährlichen Ansichten in Glaubensfragen. Obwohl Nicholas von Sir Thomas More persönlich, bei dem er unterrichtet wird, nach Hause geschickt wird, um seinen Vater zu warnen und zur Umkehr zu bitten, bleibt Nicks Vater im Stillen ein Anhänger des neuen Glaubens, denn er verachtet die kirchlichen Würdenträger, die das Volk ausbluten lassen. Nach außen hin gibt er sich jedoch friedlich- umso größer ist das Erschrecken der Waringham Familie, als ihr Oberhaupt doch noch abgeführt und in den Tower gesperrt wird. Nicholas gelingt es jedoch, kurz bevor sein Vater an den schweren Folterungen die ihm zugefügt wurden stirbt, letzte Worte mit diesem zu wechseln und er erfährt, dass es keinesfalls seine Einstellung in Glaubensfragen war, die ihn in den Tower brachte.

Nicholas schwört Rache- als getreuer Anhänger von Prinzessin Mary, die zusammen mit ihrer Mutter, Königin Katharina (im Roman als Catalina bezeichnet) hat er es jedoch alles andere als leicht. Zudem bringt sein vorlautes Mundwerk ihn sehr oft in arge Bedrängnis- einige Male sogar in Lebensgefahr, denn Oliver Cromwell, einer der ehrgeizigen und grausamen Schergen des Königs, versucht alles, um dem König den Weg zu einer Ehe-Annullierung zu ebnen und Nicholas ist Cromwell dabei ein besonderer Dorn im Auge. Als Heinrich sich von der katholischen Kirche lossagt und nun als Oberhaupt einer reformierten Kirche fungiert, glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche.

Er lässt seine Ehe mit Katharina für ungültig erklären, degradiert seine Tochter Mary damit zu einem Bastard und heiratet Anne Boleyn, die ihm endlich einen ersehnten, männlichen Thronfolger schenken soll. Damit beginnen gefährliche Zeiten für Mary, doch sie hat immer noch ihren getreusten Gefährten Nicholas, der Mittel und Wege findet, um ihr beizustehen. Währenddessen kommen sich Nick und Polly, eine Magd in seinen Diensten, näher- Polly wird dabei schwanger und durch gewisse Umstände wird Nick etwas später genötigt, Polly zu heiraten. Doch es ist keine Liebe, die er für sie empfindet. Wahre Liebe findet er viele Jahre später, doch da scheint es, als ob das Glück Nicholas verlassen hat und er nur ein weiteres adliges Opfer sein wird, dass seinen Kopf auf Befehl des Königs verliert. Oder wird Nicholas seinem Henker noch einmal entkommen können?

„Der dunkle Thron“ ist zwar ein neuer Teil der beliebten Waringham Reihe der Autorin, doch er knüpft keineswegs am Vorgängerband „Das Spiel der Könige“ an, sondern spielt knapp 74 Jahre später, als der dritte Teil der Waringham Saga beginnt und erzählt die Geschichte von Nicholas of Waringham. Wie immer gibt es an Rebecca Gable’s Schreibstil nicht viel zu rütteln- er ist eingängig und mitreißend. Auch dieses Mal hat sie mit diesen Zutaten einen unterhaltsamen historischen Schmöker geschaffen, den ich mit großem Interesse gelesen habe. Positiv ist auch hervorzuheben, dass sie ihren Romanhelden nicht im engsten Freundeskreis des Königs integriert hat, sondern dass seine uneingeschränkte Loyalität stattdessen der Königin und ihrer Tochter Mary gilt.

Dennoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die ich nicht unter den Tisch kehren möchte, auch wenn ich ein Fan der Autorin bin. Es ist sicherlich ein Pluspunkt, dass Nicholas kein bequemer, durch und durch guter Mensch ist, sondern seine Fehler und Macken hat, doch manches Mal empfand ich sein Verhalten etwas widersprüchlich. Auf der einen Seite steht seine unverbrüchliche Treue zur Königin und deren Tochter und benimmt sich wie ein Mann von Ehre- auf der anderen Seite behandelt er seine Frau, die ehemalige Dienstmagd Polly dagegen wie ein Mensch zweiter Klasse. Sicherlich kann man nachvollziehen, dass Menschen dieser Epoche, besonders Adelige ihre bürgerlichen „Untergebenen“ nicht gerade mit Samthandschuhen anfassten, doch Nicholas Gleichgültigkeit und manche seiner gefühlskalten Äußerungen, passten nicht wirklich ins Gesamtbild seiner Figur.

Was mir normalerweise immer gut an Gable’ s Romanen gefällt, ist wie geschickt sie Historie und Fiktion miteinander verbindet, wie gut ihre Romane recherchiert und vor allem wie umfangreich sie sind. Etwas befremdlich fand ich daher die recht einseitige Beschreibung von König Heinrich VIII. Sicherlich mag er kein Sympathieträger gewesen sein, doch selbst ein „Ungeheuer“ in Menschengestalt (die Autorin versäumt es nicht in ihrem Nachwort darauf hinzuweisen, wie sehr sie Heinrich VIII. verabscheut) wird sicherlich mehr charakterliche Facetten aufzuweisen haben. Es wird zwar erwähnt, dass er gerne Theater spielte und großes Geschick in Turnierkämpfen bewies, doch über die Dinge die ihn antrieben, erfährt man stattdessen nichts. Diese Sicht auf den englischen König war mir persönlich etwas zu einseitig- zudem fand ich es befremdlich, dass immer wieder die Rede vom „dicken“ Heinrich war. Dabei galt er als gut aussehender und attraktiver (vor allem sportlich schlanker) König bis er 1536 einen Turnierunfall hatte, da war er bereits 45 Jahre alt! Diese Verletzung zwang ihn schließlich dazu, seine sportlichen Aktivitäten aufzugeben und erst danach ging er langsam aber sicher in die Breite.

Ebenfalls seltsam fand ich diverse Romanabschnitte- während manche Geschehnisse recht ausführlich geschildert werden, erfährt man andere wichtige Dinge nur in kurzen Rückblenden, hier hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Trotz allem ist meine Kritik hier Kritik auf hohem Niveau, selbst ein Gable’ Roman mit kleinen Mängeln, ist immer noch besser, als so manch anderer Historienschmöker. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es mit den Waringhams weitergeht und hoffe, dass die Autorin den Herrscher/die Herrscherin in ihrem nächsten Buch ein wenig facettenreicher gestalten wird.

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RealMajo RealMajo

Veröffentlicht am 13.06.2017

Spannendes Geschichtserlebnis

Der dunkle Thron ist der vierte Teil der Waringham-Saga. Sie handelt von der erfundenden Adelsfamilie Waringham die von Rebecca Gable überaus spannend in die echte englische Geschichte eingebaut wurde. ... …mehr

Der dunkle Thron ist der vierte Teil der Waringham-Saga. Sie handelt von der erfundenden Adelsfamilie Waringham die von Rebecca Gable überaus spannend in die echte englische Geschichte eingebaut wurde. Da alle Teile zu unterschiedlichen Zeiten spielen ist es nicht erforderlich die vorherigen Teile zu kennen.
Dieser Teil spielt zu Zeiten Henrys des VIII und handelt von Nicolas of Waringham und seinem Leben zwischen Glaubensstreitigkeiten, den intrigen am englischen Hof und den allgemeinen Problemen die man 16. Jahrhundert so hatte.

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Donkelmann Donkelmann

Veröffentlicht am 31.12.2016

Höchst empfehlenswert ist dieser Roman ohnehin

Der vierzehnjährige Nicholas of Waringham ist 1529 im Schulinternat bei Sir Thomas More, einem engsten Vertrauten des Königs Henry VIII. Eigentlich hat er keine Lust zu lernen. Der junge Mann fühlt sich ... …mehr

Der vierzehnjährige Nicholas of Waringham ist 1529 im Schulinternat bei Sir Thomas More, einem engsten Vertrauten des Königs Henry VIII. Eigentlich hat er keine Lust zu lernen. Der junge Mann fühlt sich mehr zur praktischen Arbeit berufen denn zu den geistigen Künsten. Da erreicht ihn der Ruf, er solle zur Klärung einiger Dinge um seinen Vater Jasper, der kurz davor steht, beim König in Ungnade zu fallen, nach Waringham zurückkehren. Ob seiner Einstellung zum Lernen gegenüber ist er nicht traurig über diesen Ruf. Allerdings stimmt ihn der Grund bedenklich. Er soll seinen Vater überreden, seine ketzerische Meinung zurück zu halten und nicht überall kund zu tun. Doch es hilft nichts. Jasper wird von Cromwell verhaftet, im Verlies gefoltert und stirbt kurze Zeit darauf. Nick erbt die Baronie und muss sich nun gegen seine Stiefmutter und deren Familie durchsetzen. So gelangt er in ein ungeheures Intrigenspiel am und um den königlichen Hof.

Faszinierend sind die fiktiven Personen mit den historischen Personen verknüpft. Intelligent und spannend hat die Autorin die fiktive Geschichte in all die weißen Löcher der englischen Geschichtsschreibung gewoben, so dass eine gewaltige Mischung aus historisch belegten Fakten und erfundenem Abenteuer entstand. Da wundert es nicht, dass viele Details vom Hofe der Tudors des 16. Jahrhunderts ohne Mühe recherchierbar sind. Die Handlung ist im Herrschaftszentrum des Hofes genauso angesiedelt wie im damaligen Parlament, die Auflösung der Klöster durch Cromwell, die Hinrichtung der zweiten Gattin Henrys VIII., seine weiteren Ehen und Liebschaften. Überall ist ein Waringham mittendrin. das ist so nah an der Realität, dass manch ein Leser in Versuchung geraten könnte, nach dem Adelsgeschlecht derer zu Waringham zu recherchieren. Andersherum gesagt, mag es für den Leser vielleicht schwieriger sein, die fiktiven Ereignisse herauszufinden. Es ist beinahe schade, dass es die Waringhams nicht tatsächlich gibt. Aber glücklicherweise gibt es Rebecca Gablé, die sich um die Nachkommen der Waringhams wohl weiterhin wird kümmern müssen.

Das Netz der Intrigen wurde von der Autorin so geschickt konstruiert, dass der Leser unwillkürlich jede Figur, die im Roman in Erscheinung tritt, nur noch argwöhnisch beäugen kann. Schon nach kurzer Zeit wird ihm der Gedanke nicht aus dem Sinn kommen, dass die äußerst sympathisch erscheinende Figur vielleicht doch etwas Hinterlistiges vorhat. Er erlebt damit ein unablässiges Wechselbad der Gefühle, die sich beim Lesen des Romans auf einer Achterbahn zu befinden scheinen.

Wer sich etwas in der englischen Geschichte auskennt, der kennt zwar den Ausgang dieser Geschichte, zumindest den historischen. Denn daran hat die Autorin nicht gerüttelt, aber offen bleibt die Zukunft der Waringhams. Die Spannungsbögen innerhalb der 960 Seiten um Nicholas of Waringham, der wegen seines Versprechens zum Schutzbefohlenen von Prinzessin Mary, der ersten Tochter Henrys VIII., geworden ist, sorgen für ein rasches Durchkommen durch so viel geballte Geschichte im doppelten Sinne.

Höchst empfehlenswert ist dieser Roman ohnehin, und dennoch mögen auch die persönlichen Worte von Rebecca Gablé am Ende beeindrucken, in welchem Sie einige kleine Geheimnisse ihrer akribischen Arbeit preisgibt.

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Blackfairy71 Blackfairy71

Veröffentlicht am 15.09.2016

Teil 4 der Waringham-Saga

London 1529: Nicholas of Waringham ist 14 Jahre alt, als sein Vater stirbt und er somit eine heruntergewirtschaftete Baronie in Kent erbt. Als neuer Earl muss er schnell erwachsen werden, denn er will ... …mehr

London 1529: Nicholas of Waringham ist 14 Jahre alt, als sein Vater stirbt und er somit eine heruntergewirtschaftete Baronie in Kent erbt. Als neuer Earl muss er schnell erwachsen werden, denn er will um jeden Preis verhindern, dass Waringham seiner verhassten Stiefmutter und ihrem machtgierigen Bruder in die Hände fällt. Leider hat der Name Waringham bei König Henry VIII. keinen guten Stand und als er schließlich den Grund dafür erfährt, weiß Nick, dass er diesem König niemals loyal ergeben sein kann.
Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von seiner ersten Frau Catalina scheiden zu lassen, denn die Königin hat ihm bisher keinen männlichen Erben geschenkt. Außerdem hat Henry sich in die junge Anne Boleyn verguckt und will sie heiraten. Dafür ist ihm jedes Mittel recht und Catalina fürchtet um ihre Tochter Mary. Sie ringt Nick, dessen Mutter sie gut kannte, das Versprechen ab, sich für Mary einzusetzen und sie zu beschützen, zur Not auch gegen ihren eigenen Vater.
Aufgrund der Bemühungen Henrys die Kirche zu reformieren, sind die "Papisten", zu denen auch Mary gehört, ihres Lebens nicht mehr sicher. Aber die Engländer lieben "ihre Prinzessin" und daran können auch Henrys weitere Ehen und Kinder nichts ändern. Nick riskiert alles, damit Mary überlebt und doch noch eines Tages zu ihrem Recht kommt: Königin von England zu werden. Und dabei setzt er mehr als einmal sein eigenes Leben, das seiner Familie und Freunde sowie sein Zuhause in Waringham aufs Spiel...

"Der dunkle Thron" ist der vierte Teil der großartigen Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Dieses Mal spielt die Geschichte zur Zeit von Henry VIII und Nicholas ist bereits der Ur-Enkel von Julian of Waringham, den wir in "Spiel der Könige" kennengelernt haben.
Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren begleiten wir Nick auf seinem Weg. Im Gegensatz zu den Vorbänden, gibt es kaum Kämpfe und Schlachten, denn die Zeit der Rosenkriege ist vorbei. Aber deswegen fand ich die Geschichte nicht weniger spannend oder interessant. Wie immer vermischt Rebecca Gablé gekonnt historische Fakten und Ereignisse mit Fiktion, nutzt "weiße Flecken" in der Historie und füllt sie glaubhaft. Und am Ende denkt der Leser: Genau so könnte es gewesen sein. Warum sollte es nicht eine neutrale Person gegeben haben, der Mary Tudor über die Jahre unterstützt hat?
Wir erleben König Henry und seine sechs Frauen, von denen zwei buchstäblich den Kopf verloren, weil er ihrer überdrüssig wurde. Er wird hier als ziemlich unsympathischer Tyrann dargestellt, aber ich finde es sehr glaubhaft, dass er tatsächlich so gewesen ist.
Auch die im Land stattfindende Reformation und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen werden sehr gut dargestellt.

Was die Charaktere betrifft, so hatte ich zwischendurch ein paar Probleme mit Nick und zwar was das Verhalten Polly gegenüber betrifft. Natürlich war das damals eine andere Zeit, aber trotzdem fand ich sein Benehmen ziemlich gemein und arrogant. Mit der Zeit legte sich das aber wieder und zum Ende hin konnte ich ihm auch verzeihen. *g* Auf jeden Fall ist er ein typischer Warimgham, der sich mehr als einmal um Kopf und Kragen redet.
Besonders ins Herz geschlossen hatte ich Francis und musste oft schmunzeln bei der Vereinbarung der fünf Fragen. *g*
Auch fand ich es schön, dass mit Madog und Owen zwei Figuren aus der Vergangenheit die Vorgeschichte wieder ein bisschen lebendiger machten.
Hinten im Buch findet man einen Stammbaum der Waringham, der sehr hilfreich war sowie eine Aufstellung der wichtigen Personen am Anfang.

Abschließend kann ich sagen, dass mir auch dieser Teil der Geschichte der Waringham sehr gut gefallen hat und ich mich gut unterhalten fühlte. Rebecca Gablé hat die wunderbare Gabe, Geschichte so lebendig werden zu lassen, als wäre man dabei gewesen.

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nasa2000 nasa2000

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der dunkle Thron

Dies ist der vierte Teil der sagenhaften Waringham Reihe. Genauso wie seine Vorgänger ist auch dieses Buch wieder sehr gut recherchiert. Hier trifft Fakt auf Fiktion und macht Geschichte Lebendig und ... …mehr

Dies ist der vierte Teil der sagenhaften Waringham Reihe. Genauso wie seine Vorgänger ist auch dieses Buch wieder sehr gut recherchiert. Hier trifft Fakt auf Fiktion und macht Geschichte Lebendig und spannend. Frau Gablé schafft es immer wieder mit ihren Büchern einen zu fesseln und für die Geschichte um die Thronfolge Englands zu begeistern. Der Schreibstil ist wundervoll. Man liest dieses Buch das mehr als 900 Seiten hat und merkt gar nicht wie die Zeit dabei vergeht. Man kann mit den Protagonisten mitfühlen, man fiebert mit und man fühlt sich mit ihnen verbunden. Man hat das Gefühl das sie zur Familie gehören.

Nick wird mit 14 unerwartet zum Earl of Waringham. Sein Vater hat ihm eine heruntergekommene Baronie hinterlassen sowie eine schrecklich Stiefmutter und Stiefschwester. Zu allem Überfluss ist auch noch ein religiöser Umbruch im Gange. Der König will sich von seiner Frau scheiden lassen um seine Geliebte zu ehelichen. Dadurch muss sich Nick entscheiden was er will. Soll er dem König und der Reformation dienen oder seine versprochene treue zu Königin Catalina und ihrer Tochter Mary halten? Nick entscheidet sich für die Königin und Mary. Diese versucht er in allen Lebenslangen vor ihrem Vater zu schützen. Denn sie hält treu zum Papst und dies missfällt dem König, der eine neue Ehe nach der anderen schließt. Da Nick auch Papsttreu ist und zu Mary hält fällt er beim König in Ungnade und hat mächtige Feinde um sich. Doch nicht nur Nick hält zu „seiner“ Prinzessin sonder auch einige Engländer, so kommt es das er auch verbündete in den Wirren der Reformation findet.

Das Buch hat sich leicht und schnell lesen lassen. Und obwohl es aus einer Reihe entstammt kann man es auch getrost lesen ohne die Vorgänger zu kennen. Denn alle Bücher sind in sich abgeschlossenen und beschreiben eine andere Zeit.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir dieser Band bisher sogar am besten gefallen hat. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Buch über die Familie Waringham ist. Sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen.

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Autorin

Rebecca Gablé

Rebecca Gablé - Autor
© FinePic

Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen …

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