Sterbekammer
 - Romy Fölck - eBook

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15,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Krimis
430 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7776-7
Ersterscheinung: 30.09.2019

Sterbekammer

Kriminalroman

(73)

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ...


Rezensionen aus der Lesejury (73)

cybergirl cybergirl

Veröffentlicht am 09.01.2020

Spannender Fall für Frida und Haverkorn

Josef Hader wohnt in der alten, dem Verfall preisgegebenen Deichmühle. Er ist ein rechter Eigenbrötler und hält sich mit seinen Boshaftigkeiten und zur Not auch mit seinem Jagdgewehr die Bewohner vom Hals.
Doch ... …mehr

Josef Hader wohnt in der alten, dem Verfall preisgegebenen Deichmühle. Er ist ein rechter Eigenbrötler und hält sich mit seinen Boshaftigkeiten und zur Not auch mit seinem Jagdgewehr die Bewohner vom Hals.
Doch als sein Hund im Hof bellt und jault wird eine Bewohnerin aufmerksam. In der Annahme, dass da etwas nicht stimmt fährt sie auf den Hof der Paulsens und bittet um Hilfe.
Frida und ihr Vater öffnen gewaltsam die Tür der Mühe und finden Hader Tod an der Treppe liegen.
Doch Frida macht noch einen grausamen Fund. Unter der Küche ist eine Kammer und in der finden sich Spuren von einer Frau die vor 10 Jahren verschwunden ist.
Wurde die Frau die ganzen Jahre in der Kammer festgehalten?

„Sterbekammer“ ist der 3. Fall mit Frida Paulsen und Kommissar Haverkorn, einer Krimireihe die in der Elbmarsch spielt aus der Feder von Romy Fölck.
Ich freue mich Frida und Haverkorn wiederzutreffen.
Es ist wie mit guten Freunden, wenn man sie längere Zeit nicht gesehen hat merkt man erst wie sehr man sie vermisst hat.
Haverkorn hat sich von seiner Rauchvergiftung die er sich im letzten Fall zugezogen hat langsam erholt und denkt daran wieder zu arbeiten.
Mich freut auch, dass er ein so gutes Verhältnis zu seiner Tochter Henni hat, die er doch erst als erwachsene Frau kennengelernt hat.
Frida wohnt jetzt fest auf dem Hof ihrer Eltern. Sie hat sich vorgenommen den Hof zu retten und dafür zu sorgen, dass der Hof in der Familie bleibt. Keine leichte Aufgabe, ist der Hof doch hoch verschuldet.
Bei der Mordkommission in Itzehoe gibt es einen Führungswechsel. Fridas bisheriger Vorgesetzter Andreas Vollmer wechselt nach Kiel und dafür kommt Nick Wahler mit dem Frida einige Schwierigkeiten hat.
Es gibt auch gleich viel zu tun. 2 Fälle in denen die Beamten auf der Stelle treten.
Der eine ist ein Mord an einer Tankstelle und der andere die Frau die offensichtlich in Deichmühle festgehalten wurde.
Frida und Haverkorn fragen sich immer wieder, „lebt die Frau noch?“
Zu Beginn des Buches erlebt der Leser die Entführung der Frau und zwischendurch liest man immer wieder einmal einen kurzen Abschnitt der mit „Ich-Tag X“ überschrieben ist von der Gefangenschaft der Frau.
Man spürt ihre Ängsten und ihrer Verzweiflung. Gefangen in Dunkelheit dem Willen des „Monsters“
ausgesetzt. Er bestimmt wann es hell und wann es dunkel ist. Kein Gefühl mehr für Raum und Zeit.
Bis zum Ende weiß der Leser nicht ob die Frau noch lebt oder tot ist. Auch ob Josef Hader wirklich der Entführer ist oder ob es noch einen anderen Täter gibt weiß man nicht und so bleibt das Buch spannend bis zum Ende.
Die einzelnen Fälle der Krimireihe sind in sich abgeschlossen und können ohne weiteres einzeln gelesen werden.
Da die Personen aber auch ein ereignisreiches Privatleben haben das fortlaufend erzählt wird finde ich es schöner, wenn man die Bücher in der Reihenfolge des Erscheinens liest.
Die Mischung aus Kriminalfall, Ermittlungen und Privatleben ist recht ausgeglichen, interessant und unterhaltsam.
Jetzt kann ich mich nur noch auf den 4. Fall von Romy Fölck freuen.


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nellsche nellsche

Veröffentlicht am 04.01.2020

Richtig toll

In einer abgelegenen Deichmühle wird eine Leiche gefunden. Der alte Mann war als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt. Bei den Ermittlungen stößt die Polizisten Frida Paulsen auf eine Bodenklappe, die in ... …mehr

In einer abgelegenen Deichmühle wird eine Leiche gefunden. Der alte Mann war als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt. Bei den Ermittlungen stößt die Polizisten Frida Paulsen auf eine Bodenklappe, die in eine Kammer ähnlich eines Gefängnisses führt. Die spüren führen zu einer jungen Frau, die vor Jahren verschwand und scheinbar in der Kammer gefangen gehalten wurde.

Bei "Sterbekammer" handelte es sich um den dritten Fall für Frida Paulsen. Und er hat mir wieder sehr gut gefallen.
Der Schreibstil war flüssig lesbar und dabei sehr lebendig und fesselnd. Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte gefangen und total gespannt, was noch passiert.
Frida Paulsen war mir durch die ersten Bände bereits ans Herz gewachsen, so dass ich mich sehr auf diesen Band und das Wiedersehen gefreut habe. Besonders gut gefielen mir deshalb auch wieder die Einblicke in das Privatleben von ihr. Eine tolle Mischung.
Der Kriminalfall hat mir richtig gut gefallen, er war dicht und undurchsichtig und erzeugte jede Menge Fragen bei mir. Ich war absolut gespannt, dass dahintersteckt und wie sich alles entwickeln und letztlich aufklären wird. Währenddessen war die Spannung stets auf einem hohen Level und ich hing gebannt am Buch. Sehr berührend fand ich dabei die Passagen, die aus Sicht des Opfers erzählt wurden.

Ein absolut gelungener und spannender dritter Fall, der mich begeistert hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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JosefineS JosefineS

Veröffentlicht am 03.01.2020

Ein toter Eremit, wird für Frida und Bjarne zum mörderischen Puzzle

Einer der unheimlichsten Orte der Marsch. Die Deichmühle ragt, mit ihrer maroden Erscheinung, dunkel in den Himmel auf. Sie wirkt verfallen und verlassen, doch seit Jahren führt der alte Hader hier sein ... …mehr

Einer der unheimlichsten Orte der Marsch. Die Deichmühle ragt, mit ihrer maroden Erscheinung, dunkel in den Himmel auf. Sie wirkt verfallen und verlassen, doch seit Jahren führt der alte Hader hier sein zurück gezogenes Leben. Er meidet jeglichen Kontakt zu anderen Menschen. Die Polizistin Frida entdeckt zufällig eines nachts die Leiche des Eremiten. Dies bleibt allerdings nicht der einzige grausige Fund in diesem alten Gebäude. Die Entdeckung lässt grausiges erahnen und Bjarne fällt ein Detail ins Auge, welches ihm nur allzu bekannt vorkommt. Doch der Fall, der verschwundenen jungen Frau liegt fast 10 Jahre zurück. Sie wurde bis heute nicht gefunden. Woher hat der kauzige Mann das Sommerkleid in dem sie verschwunden ist…?
Romy Fölck, die aus Meißen stammende Autorin, ist mittlerweile in der Elbmarsch beheimatet. Sie schafft es mit scheinbarer Leichtigkeit den Leser an die dunkelsten Orte zu entführen. Die Inspiration für ihre Bücher befindet sich quasi vor ihrer Haustür. Sie vollbringt den Spagat mit ihrer Umgebungsbeschreibung und viel Atmosphäre, Spannung zu erzeugen ohne Ausschweifend zu werden. Auch in ihrem dritten Teil gelingt es ihr Effekte so gezielt zu platzieren, dass man als Leser die Anspannung von Frida und Bjarne übernimmt und ganz in der Situation vertieft, anfängt flacher zu Atmen. Doch nicht nur im reinen Kriminalfall rasen Frida und Bjarne durch Höhen und Tiefen. Was ihre Charaktere authentisch macht und ihnen Gewicht und Farbe verleiht, ist nicht mal ein Bruch und der Story, den Romy Fölck baut sie geschickt ein und schafft es selbst in diesen Privat Sequenzen, die Spannung aufrecht zu erhalten. Auch in Sterbekammer dreht es sich für Bjarne und Frida wieder um die Ermittlungen eines aktuellen Falles und eines Coldcase. Die Spuren ins reine zu bringen und mit den Geschehnissen vor fast 10 Jahren zu verknüpfen erfordert all ihre Fähigkeiten als Ermittler. Doch genau da wird es erst recht interessant. Der Switch in der Geschichte, das Spiel mit der eignen Wahrnehmung ist ihr in diesem Teil besonders gut gelungen. Ein Fall, dessen Schilderungen sowohl schockieren als auch menschlich berühren, großartig und spannend, mit Elbmarsch Atmosphäre und viel nordischem Flair erzählt.
Fazit: ein spitzen Kriminalroman, der nicht nur eingefleischten Krimifans, sondern auch Thriller Lesern die Gänsehaut über den Rücken jagen wird. Trotz drittem Teil, lässt sich das Buch auch unabhängig zu den Vorgängern lesen.

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jasbr jasbr

Veröffentlicht am 29.12.2019

Die Kammer des Schreckens...

Ich habe noch keinen Krimi rund um die Polizistin Frida Paulsen gelesen, aber auch wenn es sich um den dritten Band handelt, hatte ich keine Probleme, in die Geschichte hineinzukommen. Eher im Gegenteil: ... …mehr

Ich habe noch keinen Krimi rund um die Polizistin Frida Paulsen gelesen, aber auch wenn es sich um den dritten Band handelt, hatte ich keine Probleme, in die Geschichte hineinzukommen. Eher im Gegenteil: Die Protagonistin konnte mich sofort von sich überzeugen und ich hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wichtige Informationen aus den Vorgängern werden kurz wieder aufgegriffen, sodass man alle wichtigen Personen aus ihrem Umfeld auch schnell einordnen kann.

Schnell geht es auch zur Sache: Frida findet eine Leiche in einer Mühle, es sieht nach einem Unfall aus, aber dann entdeckt sie eine versteckte Kammer unter der Küche. Es scheint dort jemand gefangen gewesen zu sein und auch wenn ihr Chef sehr skeptisch ist, lässt sie sich von ihrem unguten Gefühl nicht abbringen.

Dann entwickelt sich ein wirklich spannender Krimi mit vielen losen Fäden, vielen Hinweisen, aber doch nichts so wirklich Greifbares... Eine Wendung jagt die nächste, die Liste der Verdächtigen wird immer länger. Man muss also weiterlesen, wird auf viele falsche Fährten geführt, man hat Spaß beim Miträtseln und wird doch immer wieder überrascht.

Gut gefallen hat mir auch, dass es nicht nur die Perspektive der klassischen Ermittlung gibt. Immer wieder blickt man durch die Augen des entführten Opfers und bekommt so eine kleine Ahnung davon, wie es die Gefangenschaft erlebt. Hier hätte es ruhig noch etwas ausführlicher sein dürfen.

Ansonsten hat mich auch überzeugt, dass das Privatleben der Protagonistin zwar eine Rolle spielt, sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Frida Paulsen wurde dadurch für mich realer und man kam ihr sehr nahe, aber im Mittelpunkt standen nie ihre privaten Probleme, sondern die Ermittlungen.

Wie sich am Ende alles zusammenfügt, hat mich vollends überzeugt: Alles war in sich schlüssig, im Nachhinein hätte man als Leser auch schon etwas früher ahnen können, was hinter allem steckt - die Hinweise hat die Autorin aber wirklich gut versteckt.

Für mich war es sicher nicht das letzte Buch von Romy Fölck und auch von Frida will ich auf jeden Fall mehr lesen. Von mir gibt es 5 Sterne - eben weil ich das Buch in einem Tag ausgelesen habe.

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Nabura Nabura

Veröffentlicht am 28.12.2019

Was ist in der versteckten Kammer geschehen?

Die Polizistin Frida arbeitet seit kurzer Zeit bei der Mordkommission in Itzehoe, während ihr Kollege Bjarne Haverkorn sich noch von der Rauchvergiftung erholt, die er erlitten hat. Eines Nachts steht ... …mehr

Die Polizistin Frida arbeitet seit kurzer Zeit bei der Mordkommission in Itzehoe, während ihr Kollege Bjarne Haverkorn sich noch von der Rauchvergiftung erholt, die er erlitten hat. Eines Nachts steht eine Nachbarin vor der Tür des Hofes, auf dem Frida mit ihren Eltern lebt, und bittet sie, nach Josef Hader zu sehen. Der Bewohner der nahegelegenen Deichmühle geht nicht an die Tür, während sein Hund frei herumläuft. Frida entdeckt den alten Mann tot am Fuß seiner Treppe, es scheint sich um einen tragischen Unfall zu handeln. Doch als Frida am nächsten Tag zur Mühle zurückkehrt, um die Katze zu füttern, entdeckt sie unter der Küche den Zugang zu einer geheimen Kammer. Alles deutet darauf hin, dass hier über längere Zeit eine Frau festgehalten wurde. Doch was ist mit ihr passiert?

Im Prolog des Buches wird der Leser Zeuge der Entführung einer Frau im Jahr 2010. Danach springt die Handlung in die Gegenwart, wo schon nach kurzer Zeit der tote Josef Hader und die leerstehende Kammer unter seiner Küche entdeckt wird. Die Spurensicherung wird schnell aktiv, während die Nachbarn des Verstorbenen nur wenig über ihn sagen können, da er die Leute gern von seinem Grund verscheucht hat. Frida muss sich im Team und vor allem gegenüber ihres neuen Chefs erst noch beweisen und stürzt sich in die Ermittlungen, während Bjarne Haverkorn fast genesen ist und die letzten freien Tage viel Zeit mit seiner Tochter Henni verbringt, die er erst seit kurzem kennt.

Bei den Ermitlungen hangelt sich das Team der Mordkommission von einem Indiz zum nächsten, denn insgesamt gibt es nur wenige Anhaltspunkte. Dazwischen erfährt man wie auch schon in den ersten beiden Bänden der Reihe viel über das Privatleben von Frida und Bjarne. Frida powert sich zusammen mit Jo beim Boxtraining aus und ihr Vater überlegt, ob er den Hof verkaufen muss. Bjarne hat seiner Frau unterdessen noch immer nichts von Henni erzählt. Neugierig las ich weiter, da ich unbedingt wissen wollte, was mit der Frau aus der Kammer geschehen ist. Mir hat dieser dritte Fall besser gefallen als seine Vorgänger. Der Spannungsbogen war gelungen und das Verhalten der Charaktere war für mich gut nachvollziehbar. Von mir gibt es daher eine klare Empfehlung für alle Krimi-Fans!

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Autorin

Romy Fölck

Romy Fölck - Autor
© Kerstin Petermann

ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in …

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